KiLA-Wurfcup und Werfertag in Lichterfelde!

Nach den ersten beiden Trainingswochen ging es für fünf Athletinnen und Athleten (Caro, Mia, Emil, Jan und Konrad) aus Kinderleichtathletik-Gruppe von Lucas sowie für drei Athletinnen und Athleten (Sophia, Ben und Johann) aus der Wettkampfgruppe von Frau Schwarz zum KiLA-Wurfcup bzw. zum Werfertag in Berlin-Lichterfelde.

Beim KiLA-Wurfcup haben die Kinder unserer u10 und u12 die Disziplinen Heulerwurf, Medizinballstoßen (1,5kg) und Drehwurf im Stationsbetrieb absolviert. In jeder Disziplin kamen die besten drei von vier Versuchen in die Wertung. Die Kinder zeigten insgesamt gute und ausgeglichene Leistungen in allen drei Disziplinen. Mit einer Urkunde in der Hand und einer Portion Motivation für das nächste Training konnte der Heimweg angetreten werden.

Weitere Wettkampferfahrungen sammelten Sophia, Ben und Johann im Kugelstoßen, Diskuswurf und Ballwurf. Sophia (w12) verpasste mit 6,98m zwar knapp die 7m-Marke hielt jedoch mit Athletinnen der w13 mit. Ben startete mit guten 8,86, jedoch konnte er sich nicht mehr steigern. Johann steigerte seine Bestleistung auf 7,54m. Zum Diskuswurf traten Sophia und Johann an. Während Sophia einen gebrauchten Tag erwischte, konnte Johann mit 22,03m erstmals die 20m-Marke übertreffen. Im abschließenden Ballwurf kam Johann mit 35,5m bis auf einen Meter an seine Bestleistung heran. Auf diese Leistungen und Erfahrungen gilt es nun im Training bei Frau Schwarz aufzubauen.

Lucas
Trainer Kinderleichtathletik

Unsere Jüngsten wieder beim Wettkampf!
Kinderleichtathletik-Wettkampf bei den Kinder- und Jugendsportspielen in Brandenburg

Im Rahmen der Kinder- und Jugendsportspiele fand am 2.7. der zweite Kinderleichtathletik-Wettkampf des Jahres statt. Mit einer kleinen Gruppe von sieben Kindern hat das Team Sonic in der U10 teilgenommen. Es wurden die Disziplinen Weitsprungstaffel, Hindernis-Sprint-Staffel, Heulerwurf und Team-Biathlon absolviert.
Begonnen haben die Kinder mit der Weitsprungstaffel. Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang hat das Team im zweiten Durchgang gezeigt, was sie im Training gelernt hat und diese Disziplin auf dem 7. Platz beendet. Es folgte die Hindernissprintstaffel, die geprägt war von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Turbomonstern aus Zossen. Am Ende haben beide Mannschaften einen geteilten zweiten Platz in dieser Disziplin belegt. Vor dem abschließenden Team-Biathlon haben die Kinder im Heulerwurf einen guten vierten Platz belegt. In diesem verhinderten nicht umgefallene Kegel und damit verbundene Strafrunden eine bessere Platzierung als Platz 9. In der Endabrechnung bedeutete das einen sehr guten 6. Platz für das Team Sonic. Mit viel Spaß und einer guten Leistung verabschiedeten sich die Kinderleichtathletik so in die Sommerferien! Die nächsten Wettkämpfe finden im September in Berlin-Lichterfelde und in Mellensee statt.

Lucas
Trainer Kinderleichtathletik

Bewegungsanalyse für Läufer & Radfahrer

Liebe Mitglieder,

habt Ihr auch schon mal Probleme mit dem Rücken, Sehnen oder Muskeln gehabt und von Eurem Arzt gehört – Sie sollten mit dem Laufen aufhören, dafür ist der menschliche Körper nicht wirklich gemacht? Ich will keinem Eurer Ärzte die Fachkompetenz zu diesem Thema absprechen – aber 2 Millionen Jahre Evolution kriegt man aus dem menschlichen Körper nicht so einfach raus.

In diesen 2 Millionen Jahren hat sich unserer Körperaufbau vom Vierbeiner (mit ganz anderen Anforderungen an die Anatomie) zum Zweibeiner entwickelt. In diesen 2 Millionen Jahren hat unser Skelett und unsere Muskulatur etc. ein Finetuning erfahren, dass effizientes Laufen über lange Strecken ermöglicht. Und das war auch bitter nötig. Denn in den weiten Steppen, die sich in Afrika vor etwa 2 Millionen Jahren anfingen zu entwickeln, hat der aufrechte Gang deutliche Vorteile, wenn man nicht gerade mit Giraffenbeinen bestückt ist. Man sieht seine Feinde und seine Beute wesentlich schneller (+ natürlich die auf einmal freien Vorderhufe). Von diesem Finetuning zeugen nicht zuletzt die Formen unsere Wirbelsäule (Doppel S) und unseres Fußes. Bei der richtigen Technik wirkt unser Fußgewölbe wie eine Feder, die Stöße in die Wirbelsäule abfängt, das Doppel S der Wirbelsäule sorgt dafür unseren Kopf abzufedern. Und noch heute gibt es Naturvölker, die ohne Probleme hunderte Kilometer am Stück laufen mit nichts als einer Art Ledersandale am Fuß, die vor Steinen und Dornen schützen soll.

Also – wofür der Mensch nicht gemacht ist, ist Stunden an einem Schreibtisch zu verbringen oder im Stehen. Und wenn Ihr Probleme habt beim Laufen, dann hat das nichts mit der Anatomie des menschlichen Körpers zu tun, sondern vielleicht im doppelten Sinne mit Technik – Lauftechnik und Schuhe. Aber solchen Problemen kann man auf den Grund gehen, die Fehler finden und das Übel an der Wurzel packen und abstellen. Dazu bietet unser neuer Trainer für Nordic Walking, Dirk Tannert Bewegungsanalytik an.

Dirk Tannerts Studio für Bewegungsanalytik, Keep Running, findet Ihr in der Friedrich-Ebert-Straße 26 in Potsdam. Dirk führt video- und softwaregestützte Bewegungsanalysen durch mittels derer Fehlhaltungen und Fehlbelastungen sofort erkennbar gemacht werden. Bis zu 18 synchronisierte HD-Aufnahmen aus verschiedenen Kamerawinkeln machen jede Kleinigkeit sichtbar. Die Bilder werden unmittelbar ausgewertet und Du erhältst gleich im Anschluss eine ausführliche Beratung. Ein umfassender Bericht wird Dir im Nachhinein zugesendet.

Also – solltet Ihr Probleme haben und trotzdem in Bewegung bleiben wollen oder neugierig darauf sein wie Euer Laufstil ist und ob sich der noch optimieren lässt. Bei Intresse meldet Euch direkt bei Dirk (keeprunning(at)kniesche.de oder 0151 55 13 74 36)

Herzlichen Glückwunsch an Jann Rathenow!!!! Toller Erfolg!!!!

Jann Rathenow – zwei mal Deutscher Meister bei den Special Olympics in Berlin

 

Seid gut drei Jahren fiebert unser Athlet Jann den Deutschen Meisterschaften bei den Special Olympics entgegen.

In diesem Jahr waren die Spiele am Olympiastadion im Berliner Olympiapark – für Jann ein Heimspiel.

In der letzten Woche war es dann nun endlich soweit.

Jeder Athlet durfte in maximal zwei Disziplinen starten.

 

Jann trat über 400m und 1500m an.

 

Er hatte sich in den letzten Wochen kontinuierlich darauf vorbereitet.

Ein letzter Testwettkampf hierfür war auch unser Internationaler Läuferzehnkampf.

 

In den Vorläufen konnte er sich in beiden Disziplinen für die Endläufe qualifizieren.

Dabei erzielte er über 1500m die schnellste und über 400m die zweitschnellste

Vorlaufzeit aller Starter.

 

In den Endläufen spielte Jann professionell seine große Erfahrung aus die er in

seinen vielen Wettkampfjahren gesammelt hatte.

Bereits im Callroom war er voll konzentriert.

Hier zeichnete er sich durch respektvolles, sehr freundliches und wohlwollendes Auftreten gegenüber den anderen Athleten aus.

Seine Rennen bestritt er taktisch klug, tastete seine Kontrahenten ab und spielte zum Schluss seine hohe Tempohärte aus.

 

Zum Schluss stand er bei fast 30°C mit Zeiten von:

1500m in 4:59:81min und

400m   in 0:58:71min

jeweils auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes

und konnte sich verdient feiern lassen.

 

Unserer Glückwunsch zu dieser tollen Leistung.

 

Wir drücken Jann die Daumen das er durch dieses überzeugende professionelle Auftreten

sich auch für die Weltspiele im nächsten Jahr empfehlen konnte.

 

Wir werden ihn gerne auf seinen Weg dahin unterstützen.

 

TG Mittelstrecke

 

Kinderleichtathletik-Wettkampf in Mahlow

Kinderleichtathletik ist Teamleichtathletik und so gehen bei Kinderleichtathletik-Wettkämpfen geschlechtergemischte Teams von min. 6 und max. 11 Kindern der jeweiligen Altersklasse an den Start und absolvieren vier Disziplinen aus den Bereichen Lauf, Sprung und Wurf. Am Ende wird für jede einzelne Disziplin eine Rangliste erstellt und Ranglistenpunkte vergeben. Am Ende gewinnt das Team, dass die wenigsten Ranglistenpunkte in Addition der einzelnen Disziplinen erzielt hat. Außerdem starten die Teams unter einem eigens gewählten Teamnamen. Die U10 hat sich im letzten Jahr für dem Namen Sonic entschieden.

Nach einer langen Wettkampfpause hat das Team Sonic am 12.6. am Kinderleichtathletik-Wettkampf in Mahlow teilgenommen und konnte das im Training Gelernte im Wettkampf umsetzen. Für einige war es der erste Wettkampf und so war auch die Aufregung groß.
Nach einer verletzungsbedingten Absage hat das Team Sonic mit neun Kindern die Disziplinen Weitsprung-Staffel, 40-m-Hindernis-Staffel, Medizinballstoßen (1kg) sowie zum Abschluss den Transportlauf (7 Minuten-Ausdauerlauf) absolviert. Während in den Disziplinen Medizinballstoßen und Transportlauf die Ergebnisse der besten sechs Kinder in die Teamwertung eingehen, zählt in den anderen beiden Disziplinen die Leistung des gesamten Teams. In der Weitsprung-Staffel haben die Kinder mit Platz 9 die beste Leistung erreicht und in der Endabrechnung reichte es für Platz 12 von 17 Mannschaften aus Brandenburg. Zu einem Top-Ten Platz haben lediglich 3 Punkte gefehlt. Die Kinder hatten Spaß, haben ihr Bestes gegeben und freuen sich schon auf die weiteren Wettkämpfe.

Im Rahmen des Kinderleichtathletik-Cups finden die nächsten Wettkämpfe am 2.7. in Brandenburg an der Havel und am 18.9. in Mellensee statt.

Lucas
Trainer Kinderleichtathletik

Rennsteigstaffel

Das schönste Ziel der Welt  – war Samstag Blankenstein!

 

Wer kennt ihn nicht: Den Rennsteiglauf mit seinem schönsten Ziel der Welt – Schmiedefeld. Aber kennt ihr auch Hörschel, Masserberg und Blankenstein?!

 

Durch einen Zufall konnte sich in diesem Jahr die TG Mittelstrecke einen Startplatz für die heiß begehrte 22. Rennsteigstaffel ergattern und dadurch am Samstag, den 18. Juni 2022 nicht nur in den Genuss der oben genannten, sondern auch weiteren Orte entlang des Rennsteigs kommen.

 

Bei der Rennsteigstaffel handelt es sich um einen landschaftlich wunderschönen, aber auch sehr anspruchsvollen Lauf. Frei nach dem Motto des Trainers „Der Berg ist dein Freund.“ absolvierten unsere PLC-LäuferInnen die Strecke vom gesamten Rennsteig angefangen von Hörschel bis nach Blankenstein. Dabei wurden die 170 zu bewältigenden Kilometer in 10 Etappen aufgeteilt, welche von jeweils einem aus dem Team zu laufen waren. Startschuss war fünf Uhr morgens. Neben einem Transponder wurde traditionell ein Stein aus der Werra als „Staffelstab“ mitgenommen. Dieser wurde in den Wechselzonen dem nächsten Läufer übergeben und am Ende in die Selbitz/Saale geworfen. Mal ging die Strecke bergauf, mal bergab, mal über Wiesen und Felder, mal über Asphalt und durch kleine Dörfer, um dann wieder durch märchenhafte Wälder geführt zu werden. So hatte jede Etappe nicht nur seinen eigenen Reiz sondern auch seine persönlichen Herausforderungen. Insbesondere die Hitze machte allen Läufern in diesem Jahr zu schaffen. Daher war der Hinweis des Veranstalters sich um eine Radbegleitung zu kümmern sehr nützlich. So oder so, wurde dies empfohlen, da es auf der Strecke so gut wie keine Verpflegungspunkte gab. Die Praxis ergab allerdings auch, dass manche der ausgewiesenen Etappen Streckenabschnitte enthielten, die mit dem Rad nicht ohne weiteres zu bewältigen waren und so kam es dazu, dass hier und da RadfahrerInnen immer wieder mal absteigen und schieben mussten. Die erste Aufregung ereignete sich auf der Etappe 7, als die Radfahrerin unerwartet ihre Läuferin an einem für Fahrräder komplett ungeeigneten Anstieg verloren hatte und aufgeregt das wartende Team per Telefon informierte. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, ob die Strecke so gut ausgeschildert ist, dass die Läuferin ohne Begleitung in die richtige Richtung laufen würde. Zum Glück erreichte die Vermisste kurz darauf die Wechselzone und wenig später die Radbegleitung auch.

 

Eine solch riesiger Wettkampf musste auch gut geplant werden. Neben Verpflegung, Unterkunft, Transport und Ausstattung musste sich jeder Läufer und Radfahrer im Voraus mit seinen Streckenabschnitten auseinandersetzen und diese gut studieren. Einen großen Dank hier an Detlef und Beatrice, welche den Großteil der Organisation übernommen hatten. Danke auch an Jan für die Organisation der Team-Shirts und Streckenaufbereitung! Darüberhinaus gilt der Dank an jeden einzelnen aus unserem Team. Denn jeder Athlet hat an diesem Wochenende neben seiner läuferischen Leistung dazu beigetragen, dass dieses Event für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Ereignis wurde. Danke daher an die Fahrer, die Navigatoren, die Mountainbiker, die Essensversorger, die Fotografen sowie die Motivatoren und die Stimmungsmacher! Ohne dieses ganze Engagement hätte der Lauf nur halb so viel Spaß gemacht!

 

Alles in allem war die Rennsteigstaffel trotz der unerträglichen Hitze eine Veranstaltung, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte ebenso wenig wie das Ergebnis der TG Mittelstrecke :

 

Platz 5 in der Gesamtwertung der Mixstaffel!

 

Ein Ergebnis das sich sehen lässt und auf das wir alle stolz sind!

Und wer unsere erste Läuferin Katha nochmal in die Kamera winken sehen möchte, der schaut sich einfach den Bericht zur diesjährigen Rennsteigstaffel unter folgendem Link an: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/f/video-631728.html

 

Eure TG Mittelstrecke

 

MEGAMARSCH München 21.-22. Mai 2022

Da meine Beine nach dem Laufen häufig meckern, bin ich schon vor ein paar Jahren zum Nordic Walking gekommen. Vor zwei Jahren habe ich am Megamarsch Dresden (50 km) teilgenommen, es lief super. In diesem Jahr sollte es der Megamarsch München (100 km) sein. Es hat mich gereizt, von München aus nach Süden in die Berge zu wandern, egal wie weit ich komme.

Gestartet wurde am 21.05.22 von 12:00 bis 15:15 Uhr entsprechend der Startzeit auf dem Ticket. Für mich ging es um 12:15 Uhr los. Die Strecke war sehr schön und am Wetter gab es nichts auszusetzen. Meine Beine haben überraschend gut durchgehalten. Ich hatte während der gesamten Strecke weder Schmerzen in den Gelenken noch in den Muskeln. Die Belastung habe ich an den Fußsohlen und Zehen gemerkt, das hat das Gehen aber nicht beeinträchtigt.
Alle 5 km gab es eine Kilometerangabe. Ich habe diese konsequent genutzt um etwas zu trinken und um meist auch zu essen. Es gab 5 Verpflegungspunkte:
VP1 – 20,5 km
VP2 – 38,8 km
VP3 – 59 km
VP4 – 67,3 km

VP5 – 88,9 km
Zwischen VP1 und VP2 war ich am späten Nachmittag und Abend unterwegs. Es herrschte eine beruhigende und angenehme Stimmung. Die Sonne schien, die Temperatur war sehr angenehm, der Weg führte an Wiesen mit Kühen vorbei, durch hellen Wald und die Leute haben kaum geredet. Ich hatte das Gefühl zu meditieren. Nach VP2 setzte bald die Dämmerung ein und bis einschließlich VP4 war es dunkel. Trotz sternenklarem Himmel war ohne die Stirnlampe nichts zu sehen. Die Strecke führte in diesem Abschnitt nur über separate asphaltierte Fahrradwege und Nebenstraßen. Man konnte oft nur am Geruch oder an Geräuschen vermuten, woran man vorbei ging. Das stundenlange Gehen in der Dunkelheit war sehr anstrengend. Bei VP3 (ca. um 01:30 Uhr) und VP4 (ca. um 03:45 Uhr) hatte ich große Mühe, meinen Magen zum Essen zu überreden. Ich habe es nicht geschafft, bei VP4 eine Gulaschsuppe zu essen. Das war ein großer Fehler. Bei 72 km ( ca. 5 Uhr) kam ein steiler Anstieg um ca. 260 m (den Wildparkberg steile Seite 9x am Stück). Oben angekommen war meine Energie weg und ich hatte mit der Müdigkeit zu kämpfen. Der Weg bis zum VP5 fiel mir sehr schwer. Es gab noch zwei weitere Anstiege, nicht so heftig, aber dennoch anstrengend. Es gab auf diesem Streckenabschnitt keine Möglichkeit, irgendwo einzukehren. Mir fehlte Energie und ich habe auch schon überlegt, wo mich mein Sohn abholen könnte. Mit allen Nahrungsreserven aus meinem Rucksack habe ich dann doch bis zum VP5 durchgehalten. Dort habe ich mir eine lange Erholungspause gegönnt. Mit Cola, Käsebrot, alkoholfreiem Radler und 2 Teller superleckerer Kartoffelsuppe war mein Körper wieder zufriedengestellt. Auf dem letzten Abschnitt von Wallgau nach Mittenwald gab es die gesamte Zeit schönen Ausblick auf die Berglandschaft. Nach 25 h 35 min bin ich im Ziel in Mittenwald angekommen. Mein Kopf da war zu matschig, um das erreichte richtig zu feiern. Inzwischen habe ich registriert was mir gelungen ist und freue mich sehr darüber. Die 100 km waren ein Erlebnis, das einmalig bleiben wird. Megamarsch mit 50 km reicht.

Hannelore Pries

49. Rennsteiglauf am 21. Mai 2022

Dieses Jahr fand der Rennsteiglauf wieder zur gewohnten Zeit Mitte Mai statt. Da schon im letzten Jahr absehbar war, dass mir 2022 zu wenig Zeit für eine Marathonvorbereitung fehlen wird, habe ich mich schon im letzten Jahr für die Marathon-Wanderung gemeldet. Zu dieser Entscheidung hat auch beigetragen, dass im letzten Jahr auch für die Läufer ein Teil der Strecke entlang der Wandererstrecke verlief und ich diesen Teil landschaftlich reizvoller fand. Beide Streckenteile weichen aber nur die ersten sechs Kilometer voneinander ab.

Am letzten Freitag ging es in gewohnter Weise erst einmal nach Neuhaus am Rennweg, um die Startunterlagen abzuholen und die erste Thüringer Rostbratwurst zu genießen. Den ganzen Tag herrschte auch in Thüringen Gewitterstimmung, die sich auf der Weiterfahrt nach Schmiedefeld in Platzregen entlud. In Schmiedefeld beim „Grünen Baum“ angekommen, hörte der Regen jedoch auf und hinterließ eine angenehme Kühle nach einem eher schwülwarmen Tag. Das frisch gesprengte Grün lud noch zu einem Rundgang durch Schmiedefeld ein.

Am späten Abend waren aus der Ferne jedoch noch Donnergrollen und Blitze zu vernehmen. Bereits bei der Fahrt von Neuhaus nach Schwiedefeld, verhinderte dichter Nebel den Blick auf markante Punkte des Marathons, obgleich die Straße fast nahtlos der Laufstrecke folgt. Die Waldgeister wollten wohl ihre Ruhe haben, um den Rennsteig für den morgigen Tag zu präparieren.

Der Bustransfer nach Neuhaus begann zur gewohnten Zeit um 6:30 Uhr. Am Startort um 8:00 Uhr angekommen, blieb also noch genug Zeit, um abschließend über die Laufkleidung zu entscheiden. Ich habe nach langem Überlegen keine Walking- oder Treckingstäbe mitgenommen, aber eine atmungsaktive Regenjacke mit einer dünnen Windshell-Unterjacke angezogen. Diese Wahl sollte sich noch als optimale Lösung erweisen.

Am Startplatz stimmten Hans aus Neuhaus und die Lichtetaler Musikanten alle rund 2.000 Teilnehmer auf den Lauf ein. Den Startschuss um 9:00 Uhr gab die Landwirtschaftsministerin von Thüringen. Die Wanderer liefen quasi als letzter Startblock über die Startlinie.

Die gesonderte Streckenführung für die Wanderer auf den ersten sechs Kilometern wies auch stark ausgetretene, abschüssige Wegabschnitte auf, die für Läufer ungeeignet wären. Ich hatte erwartet, dass es bei den Wanderern eher gemütlich  zugehen würde – weit gefehlt. Der Altersdurchschnitt unterschied sich kaum von dem der Läufer. Neben reinen Walkern waren auch Nordic Walker angetreten, die von ihren Stäben aber meistens in professioneller Weise Gebrauch machten, was sich v. a. in einem angenehm niedrigen Geräuschpegel ausdrückte.

Gleichwohl blieb für das eine oder andere Schwätzchen am Rande genügend Zeit. So erfuhr ich auch den Hintergrund für das erst seit wenigen Jahren bestehende Angebot der Marathon-Wanderstrecke. Die großzügige Wertungszeit von 9 Stunden hatte beim Marathon dazu geführt, dass sich früher viele Walker unter die Teilnehmer gemischt haben und auf der Strecke (verbotenerweise) Walking- oder Treckingstäbe benutzten. Mit der ein eingeführte Wanderstrecke konnte die Anzahl der „Schwarzläufer“ (Erkennungsmerkmale: rote Marathon-Startnummer und Rucksack, um die zusammenlegbaren Stäbe rechtzeitig vor dem Ziel verstecken zu können…) deutlich reduziert werden. Zudem bietet der Rennsteiglaufverein den Marathonwanderern wie auch den Läufern einen vorzeitigen Ausstieg mit Zeitnahme am Dreiherrenstein (Kilometer 34).

Das Wandern war auf so einer langen Strecke eine neue Erfahrung, die sich mit den frühen Läufen auf fast derselben Strecke nicht vergleichen ließ. Ich hatte zwar mehr Muße und Gelegenheiten für das eine oder andere Foto. Gleichwohl war es wichtig, ein gleichmäßig hohes Schritttempo zu halten. Das Wandern führt zu einem im Vergleich zum Laufen geringeren Energieumsatz, so dass man bei ungeeigneter Kleidung intensiver dem Wetter ausgesetzt ist. Die wegen des verminderten Tempos längere Gehzeit verstärkt diesen Effekt.

Dies zeigte sich auch bei den Wetterbedingungen am Wettkampftag. Auch um die Mittagszeit und am frühen Nachmittag blieb das Thermometer unterhalb der 20-Grad-Marke. Wegen des häufig auffrischenden Windes habe ich die Jacken nie komplett ausgezogen, sondern nur gelegentlich die Reißverschlüsse halb geöffnet. Mangels Handschuhen hatte ich auf den windigen Höhenzügen um Kahlert zeitweise sogar kalte Hände. Der Läuferleitsatz „Was du am Start trägst, schleppst du auch ins Ziel.“ (von einer Wanderin auf der Strecke geäußert, die mit ihrer neuen Disziplin noch reichlich fremdelte) hat nach meinen Erfahrungen wohl nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

Wie gesagt, meine gewählte Ausstattung hat sich keinesfalls als überflüssiger Ballast erwiesen. Dies und die hervorragende Versorgung an den Verpflegungsstützpunkten sorgten dafür, dass ich nach 8 Stunden und 11 Minuten erschöpft, aber glücklich das schönste Ziel der Welt auf dem Sportplatz von Schmiedefeld erreicht hatte.

Die Wanderung werde ich sicherlich auch im nächsten Jahr, dem 50. Rennsteiglauf am 13. Mai 2023 wiederholen.

Jean-Luc Gerlach


Junge PLC Sportler erfolgreich beim Saisonstart in Panketal

Nach einer langen Trainingsphase brannten die Sportler unserer Wettkampfgruppe AK 12/13 auf ihren ersten Saisonstart 2022, um dort endlich zu zeigen, was sie bisher gelernt haben. Dazu bot sich das familiäre Sportfest in Panketal an.

Gleich in der ersten Disziplin, dem Kugelstoßen, konnten sie dann auch mit neuen Bestleistungen glänzen. Sieger ihrer Altersklassen wurden Sophia Trempler (W12/7,10m) und

Ben Lengfeld (M13/ 8,70m). Johann Mantho (M13/7,15m), sowie Marie Bernardy (W14/6,70m) erkämpften Silbermedaillen.

Beim anschließenden Sprint gab es ebenfalls neue Bestleistungen. In einem spannenden Rennen gewann Ben Lengfeld (M13) die 75m in 10,74 s, Justus Richter(M12/11,03s) und Johann Mantho(M13/11,4s) wurden jeweils Dritte ihrer Altersklasse.

Mut zeigten unsere PLC -Kids dann beim 60m Hürdensprint. Den sogenannten „Hürdenwald“ im 3-er oder 4-er Rhythmus zu überqueren verlangt immer hohe Konzentration. Aber auch ohne direkte Gegner meisterten unsere Kids diese Disziplin mit Bravour. So sprintete Ben Lengfeld(M13/11,59s) erstmals im 3-er Rhythmus über die 6 Hürden und auch Justus Richter absolvierte sein erstes Hürdenrennen in guten 12,33 s. Den Abschluss bildete der Weitsprung, bei dem    Frieda Patzner (W13) noch im 6. Versuch mit 4,42m zum Sieg sprang.

Mit diesen Leistungen haben sich die jungen PLC Sportler für die Landesmeisterschaften am 18./19.Juni qualifiziert und nun heißt es fleißig weiter trainieren.

Herzlichen Glückwunsch allen Athleten!

 

Sigrid Schwarz

Trainerin Nachwuchs

 

Frauenlauf 2022

Wer am vergangenen Sonntagvormittag durch den Potsdamer Volkspark lief, der konnte in viele glückliche aber auch angestrengte weibliche Augen sehen. Denn es war endlich wieder Frauenlaufzeit.

 

Pünktlich um 10:25 Uhr startete der 5 und 10 km Lauf (2 Runden) des 18. ProPotsdam Frauenlaufes durch den Volkspark in Potsdams Norden. Vom Start und Zielbereich im Veranstaltungswall ging es am Nomadenland und Kletterspielplatz im Remisenpark vorbei, kurz außerhalb des Volksparkes und auf der Rücktour am Wasserspielplatz und durch den Wiesenpark wieder in den Veranstaltungswall zurück.

 

Siegerin über die 5km wurde in einer Zeit von 00:20:16 ClaraCesarini (Oligata 20.12) und über 10 km in einer Zeit von 00:40:57 Janine Brandt (Zeppelin Team OSC Potsdam)

 

Die drei Erstplatzierten über 5km

1 Clara Cesarini (Olgiata 20.12) 00:20:16
2 Olga Suckau (SCC) 00:20:33
3 Anna Oprei (Potsdamer Laufclub) 00:21:02

 

 

Die drei Erstplatzierten über 10 km

1 Janine Bandt (Zeppelin Team OSC Potsdam) 00:40:57
2 Alena Kühlein (SCC) 00:42:38
3 Paula Cierpinksi (Potsdamer Laufclub) 00:44:05

 

Doch zuvor machten sich 40 Mädchen und Jungen auf eine Runde durch den Veranstaltungswall. Angefeuert wurden die Kleinsten von ihren Eltern oder Großeltern. Neben den Läuferinnen startete auch vier Frauen mit Kinderwagen und 26 Walkerinnen auf die 5km Strecke.

 

Die drei Erstplatzierten beim Kinderwagenlauf

1 Madeleine Lewin (SCC) 00:24:05
2 Kathleen Buller (Potsdamer Laufclub) 00:24:57
3 Stefanie Gröger (Potsdam) 00:25:18

 

Die drei Erstplatzierten beim Walken

1 Sonja Söchting (Bad Belzig) 00:40:38
2 Janine Treue (Potsdam) 00:40:38
3 Marion Kautzsch (Potsdam) 00:40:38

 

Für das leibliche Wohl sorgten selbstgebackene leckere Kuchen der Vereinsmitglieder, die sowohl fleißig am Backofen als auch in der Vorbereitung, an der Startnummernausgabe, Strecke und im Start- Zielbereich eingesetzt waren. Dafür an dieser Stelle ein großes Dankeschön. Ihr war klasse und es hat Spaß gemacht mit Euch gemeinsam ein so schönes Event zu gestalten.

 

Preise und Unterstützung bekamen wir von Kiesersport, Estrel Berlin und von ProPotsdam, denen an dieser Stelle auch unser Dank gehört.