Grüezi miteinand! – Luzern (Halb)marathon

Gut, dass die Herbstferien in diesem Jahr so spät anfingen. Dadurch hatten Conny und ich die Gelegenheit, die Stadt Luzern zu erkunden und einer Einladung zum Luzern-Marathon zu folgen.
Warum Luzern? Für alle, die es noch nicht wussten: Luzern ist eine Partnerstadt von Potsdam, zentral gelegen am Vierwaldstättersee. Das Oberstufenzentrum, an dem Conny Straub arbeitet, veranstaltet jedes Jahr einen Schüleraustausch zwischen dem OSZ Potsdam und einer Luzerner Schule. Da Conny den Austausch koordiniert, kennt sie auch die Kollegen der Schweizer Partnerschule. Diese waren so nett, nicht nur sie, sondern auch den „Anhang“ bei sich aufzunehmen. Ein Herzliches Dankeschön an Inge und Toni, die Conny, Jürgen und Jule bei sich schlafen ließen und mit Speis und Trank verköstigten. Ebenso danken möchten wir Claire und Hansruedi, die für Andreas und mich ein Zimmer herrichteten und leckere Essen für uns zauberten. Hier nun unsere Erlebnisse in chronologischer Reihenfolge:

Donnerstag, 22.10. Tag der Anreise
Der Wecker klingelt für Andreas und mich um 3.00 Uhr (jippieh?!?), wir fahren zum Flughafen Tegel, wo Conny, Jürgen und Jule schon warten. Einchecken um 5.00 Uhr, der Flieger hebt um 6.15 Uhr ab.
Wir landen nach einer Stunde Flug in Zürich und fahren von dort aus mit dem Zug nach Luzern. Inge holt uns vom Bahnhof ab, wir frühstücken in ihrer Wohnung. Gestärkt wird die Luzerner Altstadt erkundet. Die Sonne scheint und es ist warm, dass muss man nutzen! Wir setzen uns nach drei Stunden Stadtmarsch auf eine Parkbank und schlafen ein…nach einer Stunde gehts weiter.
Abends machen wir es uns in einem Cafe gemütlich und warten auf Hansruedi, dem Gastgeber von Andreas und mir. Er hat einen langen Arbeitstag hinter sich und nach einem Bierchen gehen alle in ihr „Quartier“.

Freitag, 23.10.
Ausschlafen für alle! Nach dem langen Anreisetag beginnt der Freitag erst um 9.00 Uhr. Es regnet und wir folgen dem Tipp von Inge, die Kaffeemesse im alten Rathaus zu besuchen. Die Idee ist super! Das Rathaus bietet ein tolles Ambiente und wir probieren viele leckere Kaffeevariationen, und das auch noch gratis.
Nachmittags holen wir unsere Startnummern ab.
Samstag, 24.10., der Tag vor dem Lauf
Vormittags treffen wir uns mit Straubs und lösen die Gutscheine für die Pasta-Party ein. Lecker! Gestärkt besuchen Conny, Jürgen, Jule und Gastgeberin Inge die Eissporthalle. Andreas und ich ziehen es vor, die Füße hochzulegen… .
Am Abend vor dem Lauf gibt es nochmal Pasta. Teigwaren sollen ja gut sein, dies wird sich am Sonntag bestätigen.

Sonntag, 25.10, START
Es geht los: Conny, Andreas, Hansruedi und ich werden die 21 km in Angriff nehmen, Jule und Jürgen dürfen uns vom Streckenrand aus anfeuern. Start ist um 9.00 Uhr. Die Strecke ist sehr sehenswert, sie führt am Vierwaldstättersee entlang und wir genießen laufend das tolle Panorama. Das Wetter ist-entgegen aller Prognosen-ideal. Die Sonne lacht und der Regen kann sich zurückhalten, bis alle im Ziel sind. Musikalisch wird uns so viel geboten, dass ich irgendwann aufhören musste, zu zählen. Später lese ich, dass sich am Streckenrand 26 Bands postiert hatten! Die verschiedenen Klänge sind wunderschön und kommen von Herzen. Auch die drei Anstiege der Strecke sind, dank dem Applaus der vielen Zuschauer an der Strecke, schnell gemeistert.
Erster im Ziel ist unser Gastvater Hansruedi in 1 h 50 min., Andreas folgt 12 Minuten später. Conny und ich laufen bis zum 18. Kilometer zusammen, dann lasse ich sie ziehen. Conny kommt nach 2 h 18 min. ins Ziel, ich folge eine Minute später. Bestleistung für beide! Im April haben wir jeweils 5 Minuten mehr gebraucht.
Abends, erholt und frisch geduscht, gibt es bei Hansruedi und Claire ein Abschiedsessen mit den Läufern und Gastgebern. Salat, Risotto, Würstchen, Kuchen in allen Variationen. Hmmmmm. Ein sehr gelungener Abschluss, nochmal vielen Dank an die Schweizer Kollegen!!

Montag, 26.10.
Die Heimreise für Andreas und mich steht an. Wir verlassen die Schweiz mit dem Gefühl, einen tollen Lauf und ein paar schöne erholsame Tage erlebt zu haben.
Familie Straub fliegt einen Tag später, hätte es aber sicher auch noch ein paar Tage länger in Luzern ausgehalten…

Sportliche Grüße

Romy

Schwimmzeiten PLC

Zum Wochenende noch eine gute Nachricht. Wir haben ab November eine
Schwimmhallenzeit am Freitagabend.
Ab Freitag, den 20.11.2009 können sich unsere Mitglieder zum Schwimmen anmelden.
Eine Anmeldung immer für die darauf folgende Woche ist erforderlich, weil wir
eine Rettungsschwimmerin haben müssen( Maria, die evtl. auch das Schwimmen
anleitet).

Danke und ein schönes Wochenende

lg Katje

22. Kurparklauf: Der neue Index-Lauf

Pünktlich kurz nach 7:00 Uhr Potsdamer Zeit bog mein Taxi um die Ecke, um mich, an diesem Wochenende meiner Laufschuhe beraubt, und aufs Dokumentations-Gleis abgestellt, einzuladen und zu unserem Samstag-Vormittag-Lauf-Ausflug in die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg namens Bad Freienwalde zu starten. Der Titel Kurparklauf, frische Luft und 8°C Außentemperatur ließen auf gutes Laufwetter schließen und die Hoffnung auf einen erfolgreichen Wettkampf wachsen.

Nach gefühlten 35 Blitzern auf der letzten Mittelstrecken-Distanz, kamen wir im Bad Freienwalder Stadion an. Doch wo war der Kurpark? Wo die erholsame Kur-Laufstrecke? Auf jeden Fall nicht hier. Allerdings hätten uns die ganzen klangvollen Ortsnamen während unserer Anreise, wie etwa FreudenBERG, LeuenBERG oder WollenBERG im Vorfeld schon stutzig machen sollen, doch bei dem Titel Kurparklauf und Bad Freienwalde denkt doch niemand an Sprungschanzen, Hügelketten, die immer größer werden und zu Bergen mutieren, an Steilwände mit Wurzelgeflechten und verirrte Kinder.

Der gewünschte Startschuss als Weckruf zum letzten Wachwerden blieb dann zwar auch noch aus, dennoch kamen alle PLCler kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit super weg von der Startlinie und starteten in die ersten zwei Runden im Stadion. Danach verschwanden sie in die Wälder und Hügelketten rund um Bad Freienwalde auf ihre 4,5km-, 7,5km- und 15km-Distanzen. Die mahnenden Worte des Stadion-Sprechers hallten ihnen hinterher: „Spart eure Kräfte, dieser Lauf ist hart!“.

Nicht für mich heute. Doch ich kam auch nicht dazu, meiner Sehnsucht nach Kaffee Nummer X an diesem Morgen nachzugeben, denn schnell wurde das erste PLC-Blau schon wieder vom Stadion-Sprecher angekündigt und bog für den letzten Sprint ins Stadion ein.

Dann hing mein Finger auf dem Dauerauslöser der Kamera, um alle Ankömmlinge an der Ziellinie in Empfang zu nehmen. Doch anstelle strahlender Finisher-Gesichter schallten mir nur Satz-Bausteine wie „Nie wieder!“, „Schlimmer als Rennsteig!“ und „Index!“ entgegen.

Doch trotz der nicht enden wollenden Bergketten, die dieser Lauf mit sich brachte, und der daraus resultierenden gegenseitigen Schwur-Abnahme, diesen Lauf nie wieder zu machen, kam der Spaß am Ende wirklich nicht zu knapp. Wie letztendlich auch aus den Ergebnissen ersichtlich ist, war zudem für jeden etwas beim Kurparklauf zu holen. Dennoch ist im BC-Cup noch nicht der letzte Lauf geschlagen und ich freue mich auf die nächsten Entscheidungen am kommenden Wochenende und deshalb zum Schluss: Wir sehen uns in Hohen Neuendorf an der Startlinie!

das Lauf-Groupie Katja

Storkower See-Lauf (18.10.09)

Eigendlich sind die längeren Läufe in dieser Saison nicht so mein Ding, aber ich wollte es trotzdem versuchen. Ein paar Pünktchen im BB-Cup einfahren. Das es am Ende 22 wurden ist in Ordnung und in etwa das was ich wollte. Aber sie waren schwer erkämpft. Ich hatte lange
überlegt ob ich die 15km laufen soll oder nicht. Am Start kamen sie mir dann so viel vor. Die ersten zwei km gingen, dann kamen die ersten Zweifel…und Wolfgang Kreemke mir entgegen. Verletzung. Ich dachte kurz, „gehste mit?“, verwarf aber sofort den verlockenden
Gedanken. Ich kämpfte tapfer weiter, da es nun in den Wald ging wo es wellig wurde. Nicht mein Tag, nicht meine Strecke, zu kalt, ich brubbelte vor mich hin. Bis Sportfreund Kulpa neben mir auftauchte und mich anfangs mitzog. Dann ging es auf einmal besser, der Wald lag hinter uns und ab der Verpflegungsstelle bei km 8 lief es gut. Die Hälfte war geschafft und der Kopf sagte ja. Ich kam in einen guten Schritt und konnte ihn bis ins Ziel halten. Dort angekommen war ich aber auch fertig. Es war erst der dritte Lauf über 10 km in diesem Jahr und den merkte ich in den Beinen. Die Zeit von 1:04,26 ist nicht berauschend aber ok. .

Andreas
Vielen Dank an Thomas Kulpa, der mich tapfer begleitete.

Mallorca-Marathon (18.10.09)

Nun stehe ich da zu meinem 3. Marathon. Der Puls hat gefühlte 120, mindestens, und die Zweifel an meinem Trainingszustand lassen die Nervosität nicht weniger werden.
Es hat die ganze Nacht gestürmt, es ist noch immer sehr windig aber milde 13 Grad und bewölkt. Ich stehe in Block A fast ganz vorn. Erklärtes Ziel ist 1. Ankommen, 2. unter 4 Std. bleiben und 3. die 3.45 h knacken. Mir ist bewusst, beim Letzteren spätestens bei km 30 Abstriche in Kauf nehmen zu müssen.
Endlich geht es los. Das ist schon eine tolle Kulisse. Auf der einen Seite die Kathedrale von Palma, auf der anderen Seite das Meer. Es geht auf der mit Palmen begrenzten breiten Strasse lang Richtung Marina und weiter Richtung neuen und alten Hafen. Ich bin gleich gut in Tritt gekommen. Aber alle ziehen an mir vorbei. Wieder kommen Zweifel hoch, ob ich nicht doch zu langsam bin. Wende am alten Hafen. wieder Richtung Palma City. Bei km 9 höre ich den Startschuss der 10 km-Läufer. Ich wusste, die starten 45 Min. nach uns, Zeit passt also. Es geht jetzt in die Altstadt von Palma und es beginnt zu regnen.
Jetzt geht es z.T. über komisches Pflaster, welches nun sehr glatt wird. Das Feld hat sich mittlerweile so gut auseinander gezogen, dass es auch in den engen Gassen kein Gedränge gibt. Die Steigungen zur Kathedrale hoch sind leicht und kaum spürbar. Es hat aufgehört zu regnen. Da geht es aus der historischen Innenstadt auch schon wieder raus. Wir sind nun schon bei km 20 und die HM verabschieden sich. Ich biege links ab in Richtung El-Arenal und nun weht auf offener Strasse ein kräftiger Wind genau von vorn. Das hatte ich befürchtet. HM-Zwischenzeit 1.47 h eigentlich doch ganz schön flott. Ich fühle mich aber noch gut, also weiter fleissig jetzt durch eine weniger attraktive Gegend. Die 10 km mit Gegenwind bis Wendemarke bei km 30 direkt am Ballermann. Dort steppt der Bär, tolle Stimmung, und meine Beine sind schon jetzt sehr schwer. Ich nehme jetzt jeden VP mit und an jedem km-Schild werden die Beine schwerer. Mit dem Rückenwind jetzt war nix. Der Wind pustet immer noch meist von vorn und jede kleinste Steigung wird zur Qual. Ich versuche trotzdem die Schönheiten dieser Natur hier wahrzunehmen. Es geht immer am Wasser lang und nun kommt zu allem übel auch noch die Sonne raus. Ich muss mich immer wieder korrigieren. Endlich die ersehnte 40. Wir sind nun wieder am Start, der Wind kommt nun endlich von hinten, und ich versuche eine Art EB und habe dabei das Gefühl, jemand hat mir 1 cm dicke Bleiplatten auf meine Oberschenkel gelegt. Völlig erschöpft stolpere ich durchs Ziel. Zeit 3,40,15.

Liebe Grüsse aus dem wunderschönen Mallorca von Silke

32. Harz-Gebirgslauf

Nun bereits zum 3. Mal nahmen Frauen des PLC, vorwiegend aus der Freitagsgruppe, den Harzgebirgslauf zum Anlass ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Dieses Mal hatten wir uns vorgenommen, die offizielle Wanderroute zu verlassen, mit den Marathonläufern über den Brocken und dann auf dem kürzesten Weg wieder zurück zu wandern.

Anke hatte uns für die Übernachtung ein wunderschönes Forsthaus in Wernigerode gebucht mit viel Platz, herrlichem Blick und einem schönen großen Esstisch. Nach einem sehr gemütlichen Abendbrot und einem etwas zackigen Frühstück ging es am Sonnabend noch vor Sonnenaufgang zum Start.

Bis km 13 lief alles hervorragend und wir legten unsere 1. Pause ein. Inzwischen hatten uns die Marathonis eingeholt. Als erste Frau kam Diana Lehmann, die wir dann auch kräftig anfeuerten.

Der Aufstieg zum Brocken hatte es doch in sich und ab km 16 machten sich unsere Handicaps, die wir bis dahin ignoriert hatten, immer stärker bemerkbar: Erkältung, Schmerzen in der Wade, Hüfte, Schulter usw.. Inzwischen war es auch schon so, dass die vorbeieilenden Läufer uns Mut zusprachen. Durchhalten bis km 19 – dort ist die Brockenspitze – doch dieses Ziel verschwand irgendwie im Nebel.

Aber keine Frage auch wir erreichten die 1142 m Höhe. Die hilfsbereiten Männer der Bergwacht versorgten uns mit Schlangengift und die fürsorgliche Heike, die den Brocken nur humpelnd bezwingen konnte, mit Kräuterschnaps.

Für den Rückweg war geplant nur noch ein Stück auf der Marathonstrecke zu bleiben und dann eine Abkürzung zu nehmen. In weiser Voraussicht hatte Hannelore bereits in Potsdam eine Wanderkarte besorgt. Ankes Augen begannen zu glänzen, als sie vernahm, dass wir die „Steinerne Renne“ wandern wollten. Doch es sollte ganz anders kommen.

Auf dem Abstieg hörten wir plötzlich Heike schreien: „Ein Steinpilz!“. Nach kurzem Warten stellten wir bald fest, dass sich das Schreien immer weiter entfernte. Meine Güte, wir brauchen keine Pilze, Anke hatte leckere Spaghetti Bolognese vorbereitet – doch das war für Heike offensichtlich überhaupt kein Argument. Getreu dem Motto „keiner bleibt allein zurück“ lief Silvia der Pilze suchenden Heike hinterher.

Die Gruppe war dagegen bestrebt, zügig nach unten zu kommen (der Regen hatte inzwischen eingesetzt). Und schließlich standen wir auch an der Abzweigung zur „Steineren Renne“. Aber es gab auch noch einen anderen Weg, der für die „Kranken“ irgendwie gemütlicher aussah. Also alle Handys raus und Telefonkontakt zu Silvia und Heike herstellen. Kein Netz!! Was nun, wenn Heikes Bein nun doch versagt hat ? Also erst mal warten. Und siehe da die Beiden kamen mit zwei Beuteln voller Steinpilzen daher. Heikes Begeisterung: „Ich hab noch nieeeeeee in meinem Leben sooooooo viele Steinpilze auf einem Platz gesehen – die mussten mit“, konnten die Anderen nicht so recht teilen.

Wir hatten uns dann doch für den gemütlichen Weg entschieden, bis zum Abzweig „Kleine Renne“ Stehen bleiben, diskutieren – dies bemerkte ein Einheimischer und empfahl eindringlich die „Kleine Renne“ zu nehmen, die sei wildromantisch. Ankes Augen glänzten wieder. Katleen schaute sehr skeptisch. Doch für den Rest der Gruppe zählte nur noch das Wort „Abkürzung“. Und ab ging es – wir balancierten, kletterten und krochen über Steine und unter Baumstämmen hindurch. Vorn Anke: „Schööööööön“, dahinter Katleen mit dem anderen Sch…wort und als besonderes Highlight Heike ganz still mit ihren Pilzen. Man musste dem Einheimischen Recht geben, der Weg war wildromantisch. Nur hatten die Meisten von uns keine Muße mehr dies zu genießen.

Endlich war Hasserode erreicht, jetzt nur noch bis zum Parkplatz. Nach insgesamt 9:24 Stunden waren alle im Ziel glücklich über das Erreichte. Anke noch voller Endorphine über den wildromantischen Abstieg, stürzte auch gleich in die Küche und bereitet die Spaghetti Bolognese zu, die wir voller Genuss und guter Laune verspeisten. Und am Ende des Tages waren auch die Meisten noch zu einer Kostprobe von Heikes Pilzgericht bereit.

Regina und Hannelore

Gardasee-Marathon

Nachdem ich meinen Flüssigkeitshaushalt und auch reichlich Kohlenhydrate auf dem Oktoberfest zu mir genommen/aufgefüllt hatte, ging es Richtung Gardasee mit einem kleinen Abstecher über Vicenza, Bassano del Grappa und Verona.
Der Marathon startet auf der Westlichen Seite in Limone sul Garda und endet auf der östlichen Seite in Malcesine. Dort hatte ich mir auch einen Campingplatz ausgesucht. So hatte ich am Morgen dann das Vergnügen mit der, eigens für Marathonläufer, Fähre überzusetzen. Schon klasse so ein Panorama! In Limone angekommen war dann Zeit, viel Zeit. 2 Stunden bis zum Start. Da sitzt man in der Sonne bei 18 Grad und schwitzt schon bevor man sich überhaupt bewegt. Zudem war ich sehr müde, da ich die Nächte davor kaum geschlafen hatte = Vorgeschichte, mir ist in Verona ins Womo eingebrochen worden und das beschäftigte mich dann doch.

Der Mann am Mikrofon erwähnt uns 210 Deutsche und freute sich, dass wir trotz der Wahl da waren. Dann ging es endlich los, mit dem kleinen Hinweis, dass es doch sehr warm werden wird und wir doch bitte trinken sollten.
Der Start in Richtung Riva del Garda verläuft auf der Küstenstraße von der man einen super Ausblick auf den Monte Brione (376m) hat, der eben zwischen Riva und Torbole liegt. Die Küstenstraße ist auf halber Höhe in die Felsen gebaut und so läuft man durch Tunnel, die jedoch nicht wirklich kühl waren. Etwas verwirrend war, dass die Pacer 3:30 sehr unregelmäßig liefen und sich der Pulk dahinter lautstark beschwerte. Ich fand somit mein Tempo auch nicht richtig – ich wollte aber eigentlich auch kein Tempo. Ich wollte genießen und mich auf gar keinen Fall zu einer Zeit hinreißen lassen. Ab KM 18 sah man den einen oder anderen schon aufgeben und auch immer mehr gingen – so legte ich auch bei KM 26 die erste Gehpause ein. Was mich hier etwas erstaunte war, dass der Veranstalter tatsächlich und trotzt zunehmender Hitze nicht zwischendurch Getränke/Wasser reichte. Alle KM 5 gab es Getränke – dann auch Obst. Das war ab KM 25 aber eigentlich ein bisschen wenig – wir hatten laut den Thermometern an den Häusern schon 28 Grad und pralle Sonne. Erst als wir nach Torbole in Richtung Malcesine liefen – also auf der Ostseite des Sees, hatten wir Schatten. Wieder Tunnel die dieses Mal kühler waren. Die Aussicht war wieder atemberaubend. Auch sah man nun die steilen Felswände des Monte-Baldo-Massivs (2218m)!

Der Lauf näherte sich nun dem Ziel – Malcesine. Man musste zwar noch ein lange Rampe, die endlos erschien, etwas bergan laufen, dann ging aber immer näher dem Ziel. Malcesine, dominiert durch ein eine alte Scaligerburg aus dem 13 Jh. Ist mit vielen kleinen verwinkelten Gassen eine Augenweide. Das Ziel (meine Zielzeit: 3:49:25) liegt mitten auf den Palazzo die Capitani aus dem 15 Jh. und die vielen Touristen trugen einen förmlich ins Ziel.
Wie ihr sicher gemerkt habt, hat mich dieser Marathon ganz schön in seinen Bann gezogen und Zeiten waren völlig Nebensache. Nachdem Zieleinlauf ging es dann aber zackig auf’m Rad zum Campingplatz wo mich der kriminelle Vizsla schon erwartete.
Euer Frank

PS: Vielen Dank an Nadine für die gemeinsamen langen Läufe!

Die neue Webseite

Die ersten E-Mails mit Anregungen sind bei mir eingetroffen.
Bei Dies+Das sind noch ein paar Links (Laufprognoserechner usw) dazugekommen.
Auf der Seite LAUFEN sind Links zu den Cubläufen in Brandenburg dazugekommen.

PLC on Tour

Der Powerman Swiss ruft und langsam können wir uns diesem Ruf nicht mehr entziehen. Drei Oldies (Johannes, Thorsten, Burkhard) und ein junger Mann (Detlef Claus) wollen sich Anfang September der Tortur in der Schweiz stellen. Glaubt man den Erlebnisberichten, soll dieser Duathlon die Grenzen der Leidensfähigkeit greifbar machen. Vergleiche mit dem Ironman Hawai, sind locker zu bestehen. Dabei ist wohl nicht die Strecke von 10 km Lauf – 150 km Rad – 30 km Lauf das Problem, sondern die starke Profilierung aller drei Strecken. Da dies in Potsdamer Breiten schlecht zu simulieren ist, haben wir uns bereits vor knapp zwei Monaten das Terrain um Schmiedefeld außerhalb des Rennsteiglaufes per Rennrad als Trainingsgebiet ausgesucht. Den ultimativen Radfahrkick wollten wir uns jedoch in den Alpen holen. Bei der erstmaligen Querung der Grossglockner Hochalpenstraße in den 90-igern mit dem Auto hatte ich mir bereits auf meine Lebenswunschliste geschrieben, dies auch mal mit dem Rad nachzuvollziehen. Manche Wünsche werden ja zum Glück nicht wahr. Dieser doch. Der Anreisetag galt noch als Aufgalopp. Heiligenblut (1.250 m ü. M.) bis zur Franz-Josefs-Höhe (2.368 m ü. M) auf 20 km verteilt. Nicht schlecht. Wir lernten Bereiche unserer Fahrradschaltung kennen, die bisher ungenutz waren. Freitag wurde es dann ernst. Heiligenblut – Edelweisspitze (2.573 m ü. M) und auf der anderen Seite Richtung Zell am See wieder runter. (und natürlich zurück) Insbesondere bei den letzten Anstiegen war Thorsten mir wieder ein echter Freund. Im lockeren Wiegeschritt neben mit her radelnd, gab er mir, dem an der Grenze des Gleichgewichtvermögens im Schritttempo Fahrenden, den Hinweis, mehr mein Körpergewicht einzusetzen. Danke! Für die Strapatzen belohnt wurden wir jedoch durch traumhafte Ausblicke, tolles Wetter und adrenalinausschüttende Abfahrten. Jeder laserbewaffnete Sheriff hätte sich auf die Schenkel geschlagen. Leider konnten wir die zwei folgenden Tage (Sonnabend und Sonntag) aufgrund eines Neuschneeeinbruchs nicht wie geplant zu einer Bergtour nutzen. Die Abfahrt vom Felbertauerntunnel erfolgte dadurch bereits am Sonnabend hinter einem Schneepflug. Abschließend noch einen Tipp an den vierten Mann (Neu-PLC-ler Günther) – vergiss das nächste Mal nicht dein Rad.
Mit besten radelnden Grüßen und Laufen aus Freude
Burkhard

Erstes Mal in Belgien

Am Montag, den 20.07.2009 bin ich nach Neuss gefahren um von dort am Tag darauf mit Alexander Hahn (4. Platz Cross EM 2008) und Betreuer nach Gent zu fahren. Angedacht war eine 2,5 bis 3 stündiger Fahrt. Nach über 4 Stunden im VW Lupo, besetzt mit 4 Personen kamen wir dank unseres TomTom GO doch noch 50 Minuten vor Wettkampfbeginn, am 21.07 um 17:30 Uhr in Gent an. Hier sollte nun ein großes Meeting sein?…