17. Kondius Berliner Marathon-Staffel

Das Wetter war herrlich…

und die Location des Flughafen Tempelhofs ist im ersten Moment ein witziger Einfall, doch war das der große Wurf? Nun, wer auf Laufen auf dämpfungsfreien Betonpisten steht, scharfen Wind von vorn als Herausforderung betrachtet, womöglich in Folgejahren mit zwiebelnden Graupelschauer im 45 Grad Winkel – dieser Läufer wird sich in den nächsten Jahren hier wohl fühlen.

Doch als Fortführung unserer alljährlich zelebrierten Gruhnewaldstaffel taugt diese Veranstaltung nicht. Für fast 600 Euro Startgebühr darf unser Verein einfach mehr erwarten. Aus dem Hangar flüchtet man schnell wegen des ohrenbetäubenden Lärmes, Sitzge-legenheiten/Zelte fehlten bzw. durften nicht mitgebracht werden. Selbst alt gediente Marathonläufer haben nach 2 – 3 Stunde Stehens auf Beton die Nase voll. Strom zur Zubereitung für Glühwein oder Gulaschsuppe gab es nicht. Ein Team-Zelt in der Größe für Bedürfnisse unseres Vereins hätte weitere 465,- Euro Miete gekostet. Ich meine, diese Preispolitik des SCC sollten wir nicht weiter unterstützen.

Dringend sollten wir uns für 2010 eine neue Traditionsstaffel für das 4. Quartal des Jahres suchen. Um Vorschläge wird gebeten. Zur Not organisieren wir für uns und andere enttäuschte Staffeln eine eigene Veranstaltung.

Doch noch einmal zurück zur sportlichen Berichterstattung: Unser PLC-Frauen Team (Ziese, Schaepe, Böhme, Modräger, Ehebrecht, Moers) konnten den 4. Platz erlaufen. Unsere kurzfristig zusammen gewürfelte PLC-Jugend-Mix-Staffel (Bianca, Jasmin, Dennis, Dominic) wurde sogar Dritter bei den männlichen Jugendlichen!
Ebenfalls einen 3. Platz in der Männer-Alterklasse belegten unser PLC Powermens (Mahrenholz, Brosius, Otto, Matthews, Beyer).

Aber das Wetter war herrlich!
Sportliche Grüße
Sandro

Mauerweg-Lauftreff

Als „wandelnder“ Lauftreff sind wir nicht an einen Standort gebunden, sondern bewegen uns monatlich auf verschiedenen Abschnitten des Berliner Mauerwegs. Und da wir noch eine kleine Gruppe sind, die sich immer über MitläuferInnen freut, wollen wir auch den Kontakt zu anderen Berliner Lauftreffs suchen.

So sind wir im Dezember im Südwesten der Hauptstadt unterwegs. Am 13.12. (das ist ein Sonntag) laufen wir um 11 Uhr am S-Bahnhof Griebnitzsee los, drehen schöne Runde von ca. 25 Km entlang des Wannsees und kehren dann zum Ausgangspunkt der Tour zurück. Krönender Abschluss ist die Einkehr in ein kleines Lokal direkt am Bahnhof Griebnitzsee.

Unterwegs gibt es alle 5 Km eine kurze Pause mit Verpflegung, ein Begleitfahrzeug versorgt uns und dann natürlich auch Euch … wenn Ihr Lust haben auf einen gemeinsamen Lauf – jetzt im Dezember oder auch im Januar (dann geht´s von Sacrow nach Schönwalde) – so kommt doch einfach vorbei! Wir freuen uns auf neue Gesichter, nette Menschen, Laufverrückte wie wir!

Weitere Infos auf (www.mauerweglauftreff.de) oder direkt bei mir unter 0151 – 587 46 267.

Beste Grüße und alles Gute,
Alexander von Uleniecki
LG Mauerweg

Herbstlauf Hohen-Neuendorf (01.11.09)

Zwar etwas kühl, aber sonnig empfing uns die Stadt an der Berliner Nordgrenze. Unser letzter BB-Cuplauf stand an. Wir mußten alle drei die 6,2 km-Strecke laufen. Nach Begrüßung der zahlreich angereisten PLC ‚er begann die Erwärmung und direkte
Vorbereitung zum Lauf. Genau um 14:15 Uhr fiel dann der Startschuß. Nach ein paar Metern war klar, dass es hier kein enges „Familienrennen“ wird. Die Jungs waren schnell weg und ich hielt mich an meine direkte M40-Konkurenz. Bis km 3 im Wäldchen lief es auch gut. Dann wurde ich überholt und auf dem engen Waldweg kam ich nicht an einigen Läufern vorbei.
So mußte ich hinterherlaufen. Mein Rückstand auf Platz drei der M40 war am Ende nur 13 Sekunden, denn ich konnte am Ende noch aufholen. Für die BB-Cup-Wertung aber Platz drei. Insgesamt lief es aber zum Ausklang der Saison sehr gut. Mit einem km-Schnitt von 3:52 min bin ich sehr zufrieden. Alec lief nach dem Trainingslager ein starkes Rennen.
Gesamtplatz 11 und der Sieg in der mJB waren der Lohn. Andre nach Bad Freienwalde wieder erstarkt kam auf Platz 17 rein und sicherte sich Platz 2 mJB. Beide dominierten somit ihre gut vertretene Altersklasse. Ich lief auf Platz 27 ein und war zufrieden.
Die liebevolle und gute Organisation des Laufes und die schöne Strecke laden zur Wiederholung ein.

Andreas

Orientierungslauf 28.11.2009 für PLC

Hallo,

letzes Jahr hatte ich mich bereit erklärt für Interessenten unserer Trainingsgruppe einen Start bei einem Orientierungslauf in Potsdam zu organisieren. Am Sonnabend, dem 28.11.2009 um 11 Uhr findet ein Orientierungslauf vom Orientierungslaufverein Potsdam
(www.olvpotsdam.de) im Wildpark statt.
Start und Ziel ist wahrscheinlich im Luftschiffhafen, also ideal für uns.

über unsere Homepage möchte ich eine Interessenabfrage starten, wer mitlaufen
möchte.
Ich würde die Meldung an den Veranstalter übernehmen. Anfänger können einen
„Beginnerkurs “ laufen.
Benötigt wird lediglich ein Kompass, Zeitchip kann ausgeliehen werden. Startgeld
ist 2,50 € + 1 € Chipmiete.
Meldeschluß vom Veranstalter ist der 20.11. 2009, das heißt Interessenten müßten sich per Mail bis zum 18.11.2009 bei mir melden (Wolfram.Christen(a)t-online.de) .
Zur vollständigen Meldung gehören Name, Vorname, Geburtsjahr, Verein.
Hier geht’s zur Ausschreibung!

Für die Teilnehmer würde ich am Donnerstag, dem 26.11. 2009 um 18 Uhr im
Luftschiffhafen eine Einweisung in den Orientierungslauf machen. Vielleicht beteiligen sich ja auch noch andere erfahrene OL Läufer aus unserem Verein, wie z.B. Johannes. Beim Wettkampf am Sonnabend würde ich dann unsere Gruppe betreuen.

Leider bin zur Zeit in Hessen im Urlaub, versuche aber am 10.11.09 um 18 Uhr zum
Training zu kommen, um noch offene Fragen zu beantworten.

Viele Grüße

Wolfram Christen

Grüezi miteinand! – Luzern (Halb)marathon

Gut, dass die Herbstferien in diesem Jahr so spät anfingen. Dadurch hatten Conny und ich die Gelegenheit, die Stadt Luzern zu erkunden und einer Einladung zum Luzern-Marathon zu folgen.
Warum Luzern? Für alle, die es noch nicht wussten: Luzern ist eine Partnerstadt von Potsdam, zentral gelegen am Vierwaldstättersee. Das Oberstufenzentrum, an dem Conny Straub arbeitet, veranstaltet jedes Jahr einen Schüleraustausch zwischen dem OSZ Potsdam und einer Luzerner Schule. Da Conny den Austausch koordiniert, kennt sie auch die Kollegen der Schweizer Partnerschule. Diese waren so nett, nicht nur sie, sondern auch den „Anhang“ bei sich aufzunehmen. Ein Herzliches Dankeschön an Inge und Toni, die Conny, Jürgen und Jule bei sich schlafen ließen und mit Speis und Trank verköstigten. Ebenso danken möchten wir Claire und Hansruedi, die für Andreas und mich ein Zimmer herrichteten und leckere Essen für uns zauberten. Hier nun unsere Erlebnisse in chronologischer Reihenfolge:

Donnerstag, 22.10. Tag der Anreise
Der Wecker klingelt für Andreas und mich um 3.00 Uhr (jippieh?!?), wir fahren zum Flughafen Tegel, wo Conny, Jürgen und Jule schon warten. Einchecken um 5.00 Uhr, der Flieger hebt um 6.15 Uhr ab.
Wir landen nach einer Stunde Flug in Zürich und fahren von dort aus mit dem Zug nach Luzern. Inge holt uns vom Bahnhof ab, wir frühstücken in ihrer Wohnung. Gestärkt wird die Luzerner Altstadt erkundet. Die Sonne scheint und es ist warm, dass muss man nutzen! Wir setzen uns nach drei Stunden Stadtmarsch auf eine Parkbank und schlafen ein…nach einer Stunde gehts weiter.
Abends machen wir es uns in einem Cafe gemütlich und warten auf Hansruedi, dem Gastgeber von Andreas und mir. Er hat einen langen Arbeitstag hinter sich und nach einem Bierchen gehen alle in ihr „Quartier“.

Freitag, 23.10.
Ausschlafen für alle! Nach dem langen Anreisetag beginnt der Freitag erst um 9.00 Uhr. Es regnet und wir folgen dem Tipp von Inge, die Kaffeemesse im alten Rathaus zu besuchen. Die Idee ist super! Das Rathaus bietet ein tolles Ambiente und wir probieren viele leckere Kaffeevariationen, und das auch noch gratis.
Nachmittags holen wir unsere Startnummern ab.
Samstag, 24.10., der Tag vor dem Lauf
Vormittags treffen wir uns mit Straubs und lösen die Gutscheine für die Pasta-Party ein. Lecker! Gestärkt besuchen Conny, Jürgen, Jule und Gastgeberin Inge die Eissporthalle. Andreas und ich ziehen es vor, die Füße hochzulegen… .
Am Abend vor dem Lauf gibt es nochmal Pasta. Teigwaren sollen ja gut sein, dies wird sich am Sonntag bestätigen.

Sonntag, 25.10, START
Es geht los: Conny, Andreas, Hansruedi und ich werden die 21 km in Angriff nehmen, Jule und Jürgen dürfen uns vom Streckenrand aus anfeuern. Start ist um 9.00 Uhr. Die Strecke ist sehr sehenswert, sie führt am Vierwaldstättersee entlang und wir genießen laufend das tolle Panorama. Das Wetter ist-entgegen aller Prognosen-ideal. Die Sonne lacht und der Regen kann sich zurückhalten, bis alle im Ziel sind. Musikalisch wird uns so viel geboten, dass ich irgendwann aufhören musste, zu zählen. Später lese ich, dass sich am Streckenrand 26 Bands postiert hatten! Die verschiedenen Klänge sind wunderschön und kommen von Herzen. Auch die drei Anstiege der Strecke sind, dank dem Applaus der vielen Zuschauer an der Strecke, schnell gemeistert.
Erster im Ziel ist unser Gastvater Hansruedi in 1 h 50 min., Andreas folgt 12 Minuten später. Conny und ich laufen bis zum 18. Kilometer zusammen, dann lasse ich sie ziehen. Conny kommt nach 2 h 18 min. ins Ziel, ich folge eine Minute später. Bestleistung für beide! Im April haben wir jeweils 5 Minuten mehr gebraucht.
Abends, erholt und frisch geduscht, gibt es bei Hansruedi und Claire ein Abschiedsessen mit den Läufern und Gastgebern. Salat, Risotto, Würstchen, Kuchen in allen Variationen. Hmmmmm. Ein sehr gelungener Abschluss, nochmal vielen Dank an die Schweizer Kollegen!!

Montag, 26.10.
Die Heimreise für Andreas und mich steht an. Wir verlassen die Schweiz mit dem Gefühl, einen tollen Lauf und ein paar schöne erholsame Tage erlebt zu haben.
Familie Straub fliegt einen Tag später, hätte es aber sicher auch noch ein paar Tage länger in Luzern ausgehalten…

Sportliche Grüße

Romy

Schwimmzeiten PLC

Zum Wochenende noch eine gute Nachricht. Wir haben ab November eine
Schwimmhallenzeit am Freitagabend.
Ab Freitag, den 20.11.2009 können sich unsere Mitglieder zum Schwimmen anmelden.
Eine Anmeldung immer für die darauf folgende Woche ist erforderlich, weil wir
eine Rettungsschwimmerin haben müssen( Maria, die evtl. auch das Schwimmen
anleitet).

Danke und ein schönes Wochenende

lg Katje

22. Kurparklauf: Der neue Index-Lauf

Pünktlich kurz nach 7:00 Uhr Potsdamer Zeit bog mein Taxi um die Ecke, um mich, an diesem Wochenende meiner Laufschuhe beraubt, und aufs Dokumentations-Gleis abgestellt, einzuladen und zu unserem Samstag-Vormittag-Lauf-Ausflug in die älteste Kurstadt der Mark Brandenburg namens Bad Freienwalde zu starten. Der Titel Kurparklauf, frische Luft und 8°C Außentemperatur ließen auf gutes Laufwetter schließen und die Hoffnung auf einen erfolgreichen Wettkampf wachsen.

Nach gefühlten 35 Blitzern auf der letzten Mittelstrecken-Distanz, kamen wir im Bad Freienwalder Stadion an. Doch wo war der Kurpark? Wo die erholsame Kur-Laufstrecke? Auf jeden Fall nicht hier. Allerdings hätten uns die ganzen klangvollen Ortsnamen während unserer Anreise, wie etwa FreudenBERG, LeuenBERG oder WollenBERG im Vorfeld schon stutzig machen sollen, doch bei dem Titel Kurparklauf und Bad Freienwalde denkt doch niemand an Sprungschanzen, Hügelketten, die immer größer werden und zu Bergen mutieren, an Steilwände mit Wurzelgeflechten und verirrte Kinder.

Der gewünschte Startschuss als Weckruf zum letzten Wachwerden blieb dann zwar auch noch aus, dennoch kamen alle PLCler kurz nach 10:00 Uhr Ortszeit super weg von der Startlinie und starteten in die ersten zwei Runden im Stadion. Danach verschwanden sie in die Wälder und Hügelketten rund um Bad Freienwalde auf ihre 4,5km-, 7,5km- und 15km-Distanzen. Die mahnenden Worte des Stadion-Sprechers hallten ihnen hinterher: „Spart eure Kräfte, dieser Lauf ist hart!“.

Nicht für mich heute. Doch ich kam auch nicht dazu, meiner Sehnsucht nach Kaffee Nummer X an diesem Morgen nachzugeben, denn schnell wurde das erste PLC-Blau schon wieder vom Stadion-Sprecher angekündigt und bog für den letzten Sprint ins Stadion ein.

Dann hing mein Finger auf dem Dauerauslöser der Kamera, um alle Ankömmlinge an der Ziellinie in Empfang zu nehmen. Doch anstelle strahlender Finisher-Gesichter schallten mir nur Satz-Bausteine wie „Nie wieder!“, „Schlimmer als Rennsteig!“ und „Index!“ entgegen.

Doch trotz der nicht enden wollenden Bergketten, die dieser Lauf mit sich brachte, und der daraus resultierenden gegenseitigen Schwur-Abnahme, diesen Lauf nie wieder zu machen, kam der Spaß am Ende wirklich nicht zu knapp. Wie letztendlich auch aus den Ergebnissen ersichtlich ist, war zudem für jeden etwas beim Kurparklauf zu holen. Dennoch ist im BC-Cup noch nicht der letzte Lauf geschlagen und ich freue mich auf die nächsten Entscheidungen am kommenden Wochenende und deshalb zum Schluss: Wir sehen uns in Hohen Neuendorf an der Startlinie!

das Lauf-Groupie Katja

Storkower See-Lauf (18.10.09)

Eigendlich sind die längeren Läufe in dieser Saison nicht so mein Ding, aber ich wollte es trotzdem versuchen. Ein paar Pünktchen im BB-Cup einfahren. Das es am Ende 22 wurden ist in Ordnung und in etwa das was ich wollte. Aber sie waren schwer erkämpft. Ich hatte lange
überlegt ob ich die 15km laufen soll oder nicht. Am Start kamen sie mir dann so viel vor. Die ersten zwei km gingen, dann kamen die ersten Zweifel…und Wolfgang Kreemke mir entgegen. Verletzung. Ich dachte kurz, „gehste mit?“, verwarf aber sofort den verlockenden
Gedanken. Ich kämpfte tapfer weiter, da es nun in den Wald ging wo es wellig wurde. Nicht mein Tag, nicht meine Strecke, zu kalt, ich brubbelte vor mich hin. Bis Sportfreund Kulpa neben mir auftauchte und mich anfangs mitzog. Dann ging es auf einmal besser, der Wald lag hinter uns und ab der Verpflegungsstelle bei km 8 lief es gut. Die Hälfte war geschafft und der Kopf sagte ja. Ich kam in einen guten Schritt und konnte ihn bis ins Ziel halten. Dort angekommen war ich aber auch fertig. Es war erst der dritte Lauf über 10 km in diesem Jahr und den merkte ich in den Beinen. Die Zeit von 1:04,26 ist nicht berauschend aber ok. .

Andreas
Vielen Dank an Thomas Kulpa, der mich tapfer begleitete.

Mallorca-Marathon (18.10.09)

Nun stehe ich da zu meinem 3. Marathon. Der Puls hat gefühlte 120, mindestens, und die Zweifel an meinem Trainingszustand lassen die Nervosität nicht weniger werden.
Es hat die ganze Nacht gestürmt, es ist noch immer sehr windig aber milde 13 Grad und bewölkt. Ich stehe in Block A fast ganz vorn. Erklärtes Ziel ist 1. Ankommen, 2. unter 4 Std. bleiben und 3. die 3.45 h knacken. Mir ist bewusst, beim Letzteren spätestens bei km 30 Abstriche in Kauf nehmen zu müssen.
Endlich geht es los. Das ist schon eine tolle Kulisse. Auf der einen Seite die Kathedrale von Palma, auf der anderen Seite das Meer. Es geht auf der mit Palmen begrenzten breiten Strasse lang Richtung Marina und weiter Richtung neuen und alten Hafen. Ich bin gleich gut in Tritt gekommen. Aber alle ziehen an mir vorbei. Wieder kommen Zweifel hoch, ob ich nicht doch zu langsam bin. Wende am alten Hafen. wieder Richtung Palma City. Bei km 9 höre ich den Startschuss der 10 km-Läufer. Ich wusste, die starten 45 Min. nach uns, Zeit passt also. Es geht jetzt in die Altstadt von Palma und es beginnt zu regnen.
Jetzt geht es z.T. über komisches Pflaster, welches nun sehr glatt wird. Das Feld hat sich mittlerweile so gut auseinander gezogen, dass es auch in den engen Gassen kein Gedränge gibt. Die Steigungen zur Kathedrale hoch sind leicht und kaum spürbar. Es hat aufgehört zu regnen. Da geht es aus der historischen Innenstadt auch schon wieder raus. Wir sind nun schon bei km 20 und die HM verabschieden sich. Ich biege links ab in Richtung El-Arenal und nun weht auf offener Strasse ein kräftiger Wind genau von vorn. Das hatte ich befürchtet. HM-Zwischenzeit 1.47 h eigentlich doch ganz schön flott. Ich fühle mich aber noch gut, also weiter fleissig jetzt durch eine weniger attraktive Gegend. Die 10 km mit Gegenwind bis Wendemarke bei km 30 direkt am Ballermann. Dort steppt der Bär, tolle Stimmung, und meine Beine sind schon jetzt sehr schwer. Ich nehme jetzt jeden VP mit und an jedem km-Schild werden die Beine schwerer. Mit dem Rückenwind jetzt war nix. Der Wind pustet immer noch meist von vorn und jede kleinste Steigung wird zur Qual. Ich versuche trotzdem die Schönheiten dieser Natur hier wahrzunehmen. Es geht immer am Wasser lang und nun kommt zu allem übel auch noch die Sonne raus. Ich muss mich immer wieder korrigieren. Endlich die ersehnte 40. Wir sind nun wieder am Start, der Wind kommt nun endlich von hinten, und ich versuche eine Art EB und habe dabei das Gefühl, jemand hat mir 1 cm dicke Bleiplatten auf meine Oberschenkel gelegt. Völlig erschöpft stolpere ich durchs Ziel. Zeit 3,40,15.

Liebe Grüsse aus dem wunderschönen Mallorca von Silke

32. Harz-Gebirgslauf

Nun bereits zum 3. Mal nahmen Frauen des PLC, vorwiegend aus der Freitagsgruppe, den Harzgebirgslauf zum Anlass ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. Dieses Mal hatten wir uns vorgenommen, die offizielle Wanderroute zu verlassen, mit den Marathonläufern über den Brocken und dann auf dem kürzesten Weg wieder zurück zu wandern.

Anke hatte uns für die Übernachtung ein wunderschönes Forsthaus in Wernigerode gebucht mit viel Platz, herrlichem Blick und einem schönen großen Esstisch. Nach einem sehr gemütlichen Abendbrot und einem etwas zackigen Frühstück ging es am Sonnabend noch vor Sonnenaufgang zum Start.

Bis km 13 lief alles hervorragend und wir legten unsere 1. Pause ein. Inzwischen hatten uns die Marathonis eingeholt. Als erste Frau kam Diana Lehmann, die wir dann auch kräftig anfeuerten.

Der Aufstieg zum Brocken hatte es doch in sich und ab km 16 machten sich unsere Handicaps, die wir bis dahin ignoriert hatten, immer stärker bemerkbar: Erkältung, Schmerzen in der Wade, Hüfte, Schulter usw.. Inzwischen war es auch schon so, dass die vorbeieilenden Läufer uns Mut zusprachen. Durchhalten bis km 19 – dort ist die Brockenspitze – doch dieses Ziel verschwand irgendwie im Nebel.

Aber keine Frage auch wir erreichten die 1142 m Höhe. Die hilfsbereiten Männer der Bergwacht versorgten uns mit Schlangengift und die fürsorgliche Heike, die den Brocken nur humpelnd bezwingen konnte, mit Kräuterschnaps.

Für den Rückweg war geplant nur noch ein Stück auf der Marathonstrecke zu bleiben und dann eine Abkürzung zu nehmen. In weiser Voraussicht hatte Hannelore bereits in Potsdam eine Wanderkarte besorgt. Ankes Augen begannen zu glänzen, als sie vernahm, dass wir die „Steinerne Renne“ wandern wollten. Doch es sollte ganz anders kommen.

Auf dem Abstieg hörten wir plötzlich Heike schreien: „Ein Steinpilz!“. Nach kurzem Warten stellten wir bald fest, dass sich das Schreien immer weiter entfernte. Meine Güte, wir brauchen keine Pilze, Anke hatte leckere Spaghetti Bolognese vorbereitet – doch das war für Heike offensichtlich überhaupt kein Argument. Getreu dem Motto „keiner bleibt allein zurück“ lief Silvia der Pilze suchenden Heike hinterher.

Die Gruppe war dagegen bestrebt, zügig nach unten zu kommen (der Regen hatte inzwischen eingesetzt). Und schließlich standen wir auch an der Abzweigung zur „Steineren Renne“. Aber es gab auch noch einen anderen Weg, der für die „Kranken“ irgendwie gemütlicher aussah. Also alle Handys raus und Telefonkontakt zu Silvia und Heike herstellen. Kein Netz!! Was nun, wenn Heikes Bein nun doch versagt hat ? Also erst mal warten. Und siehe da die Beiden kamen mit zwei Beuteln voller Steinpilzen daher. Heikes Begeisterung: „Ich hab noch nieeeeeee in meinem Leben sooooooo viele Steinpilze auf einem Platz gesehen – die mussten mit“, konnten die Anderen nicht so recht teilen.

Wir hatten uns dann doch für den gemütlichen Weg entschieden, bis zum Abzweig „Kleine Renne“ Stehen bleiben, diskutieren – dies bemerkte ein Einheimischer und empfahl eindringlich die „Kleine Renne“ zu nehmen, die sei wildromantisch. Ankes Augen glänzten wieder. Katleen schaute sehr skeptisch. Doch für den Rest der Gruppe zählte nur noch das Wort „Abkürzung“. Und ab ging es – wir balancierten, kletterten und krochen über Steine und unter Baumstämmen hindurch. Vorn Anke: „Schööööööön“, dahinter Katleen mit dem anderen Sch…wort und als besonderes Highlight Heike ganz still mit ihren Pilzen. Man musste dem Einheimischen Recht geben, der Weg war wildromantisch. Nur hatten die Meisten von uns keine Muße mehr dies zu genießen.

Endlich war Hasserode erreicht, jetzt nur noch bis zum Parkplatz. Nach insgesamt 9:24 Stunden waren alle im Ziel glücklich über das Erreichte. Anke noch voller Endorphine über den wildromantischen Abstieg, stürzte auch gleich in die Küche und bereitet die Spaghetti Bolognese zu, die wir voller Genuss und guter Laune verspeisten. Und am Ende des Tages waren auch die Meisten noch zu einer Kostprobe von Heikes Pilzgericht bereit.

Regina und Hannelore