Wie es ist einen Virtuellen Marathon zu laufen

Wir alle Träumen davon und fiebern in unseren vielen Trainings darauf hin. Einmal ihm sowie der Strecke zu Begegnen. Und alle ihren Mythen von denen uns unsere Lauffreunde erzählt haben. Der Mann mit dem Hammer oder das Runners High wenn wir im Ziel sind. Zwischen dem Duft von Latschenkiefer und den klebrigen Händen an denen das Gel klebt was man sich unterwegs in den Mund gedrückt hat.

 

Doch jetzt ist auf einmal alles anders. Keine tausende Menschen die sich durch Abgesperrte Bereiche zum Start drängeln. An dem Links und Rechts alte Kleider liegen, um die Läufer zu Wärmen bis zum Start. Keine Gänsehaut von der Startmusik die Sekunden vor dem Start ertönt. Keine Ballons die in die Luft Steigen.
Jetzt sind wir hier nur noch alleine am Anfang der Straße. Vielleicht noch zusammen mit einer Begleitung die uns alle 5km das Wasser reichen wird, wo sonnst Tische wären und viele Freiwillige Helfer. Und der Wind der uns Eiskalt entgegen weht, wie sagt das wir nicht Träumen. Das es jetzt los geht.

 

Die ersten Schritte sind gemacht. Und die ersten Blicke der Passanten, die einen verwundert ansehen sicher. Als ich in meinem kurzen Wettkampfshirt und meiner kurzen Hose mich in Bewegung setze um meinen Rhythmus zu finden. Da Ihnen vermutlich selbst in Ihren dicken Jacken noch kalt war.
Aber das alles war egal, denn mit jeden Kilometer den ich laufe ist das Ziel einen Kilometer weniger weit entfernt.
Und so rauschten die Häuser an mir vorbei, mir meine Strecke suchend. Ohne wirklich eine Idee zu haben wo ich wirklich lang soll. Denn Heute ist nichts abgesperrt und kein Passant am Rand der Jubelt. So das man weiß das man noch richtig ist.

 

Denn 42km können schonmal lang werden, und die erste Idee Runden zu laufen. Auf den ersten Kilometern von der Idee her auch nicht das angenehmste. Weil ist es nicht gerade schön beim Laufen auch mal herum zu kommen. Neue Orte zu sehen und nicht immer das selbe. So das ich immer wieder die Route änderte und die Strecke wenn mir ein Teil nicht gefiel oder es noch nicht Perfekt war. Aber was ist schon Perfekt. Denn es war leise und ich konnte jeden meiner Schritte hören. Was wenn es hunderte sind, wunderschön sein kann aber wenn es der alleinige ist, einen auch irgendwann nerven kann. Wo waren nur die anderen wo man sich mal reinhängen kann und vom Wind geschützt ein Paar Km lang ausruhen. Es war nur die lange Landstraße ohne Ende vor einem. Und ein Wind der einen durch die Bäume versuchte zu Jagen. Und er schien auf jedenfall ein guter Schütze zu sein. Denn er zeigte ab km 30 immer mehr Wirkung. Da die Beine immer Kühler würden und die Muskeln fester. War das der Mann mit dem Hammer oder kommt er noch? Aber mit etwas angepassten Tempo um keine Verletzung zu Riskieren ging es weiter in Richtung Ziel. Auch wenn es am Ende schon vor einem lag. Aber man gewonnen wie zerronnen es noch auf eine letzte Runde ging. Aber egal wie es am Ende auch ist, danach fühlt sich immer alles an wie ein Katzensprung.

 

Björn