„Heimat“-Marathon in Karlsruhe

Am letzten Sonntag (22.9.) stand für mich der Marathon in meiner Geburtsstadt Karlsruhe auf dem Programm. Dies ist ein geschichtsträchtiger Marathon, da er unter den Top3 der am längsten jährlich durchgeführten Marathons rangiert. Dieses Jahr fand er zum 37. Mal statt.

Da durch berufliche Verpflichtungen die Vorbereitungen nicht optimal waren, kaum Training in den letzten zwei Wochen. Daher stand ich im Starterfeld, gespannt auf das, was heute kommen würde. Neben mir waren ca. 850 Marathonis, 4400 Halbmarathonis und ca. 400 Staffeln am Start. Der Plan war, nicht zu schnell anzugehen und sich nicht von den schnelleren Läufern des Halbmarathons mitziehen zu lassen. Das klappte sehr gut und ich konnte bis zur Weiche (Halbmarathon/Marathon) bei km 20,5 den Lauf sehr genießen, sei es die Stadt, die Tanzgruppen am Rand oder die Anfeuerung der Zuschauer.

Die Entscheidung, den ganzen Marathon zu laufen, fand ich in dem Augenblick gut, da ich der Überzeugung war, das schaffe ich schon ganz gut, zumal die Halbmarathonzeit bei 1:55 war. Also sogar unter 4 Stunden nicht unrealistisch…

Aber bei km 28 meldeten sich zum ersten Mal in meiner Läuferkarriere die Waden, so dass ich eine kleine Gehpause zum Entkrampfen einlegte, was dann das Ende des kontinuierlichen Laufens bedeutete…. Aber mir ging es darum, mich nicht gänzlich zu quälen. Dann wieder Laufen, nun schmerzten leicht die Oberschenkel, aber nach kurzen Gehpausen ging es wieder…. So schaffte ich die restlichen Kilometer bis ins Ziel, auch dank der Unterstützung der Zuschauer an der Strecke. Den letzten km zu laufen gebot der Stolz und so bog ich in das Stadion ein, winkte meinen Eltern und Bruder zu und überquerte nach 4:11:33 die Ziellinie.

Der zweite Teil hört sich schlimm an, war es aber nicht so. Schließlich ist es keine Schande, auch mal zu gehen. Es überwog, der Stolz es wieder geschafft zu haben, zwar 15 Minuten langsamer als letztes Jahr, aber die Gespräche mit Zuschauern oder Läufern hinterließen auch positive Gefühle. Und es kommt auf eine Vorbereitung an, die zu einem passt und nicht nur einem Lehrbuch folgt….

Alles in allem, es hat Spaß gemacht, gab eine tolle Medaille, eine Finisher-Mütze, ein Video kommt noch (bin gespannt, wie ich da aussehe) und ich freue mich auf das nächste Jahr!

Christoph aus der Dienstagsgruppe