In Siegburg kann man nur Sieger sein…

In Siegburg kann man nur Sieger sein…

sagte ich mir, und so machte ich mich gefühlt mitten in der Nacht. Auf nach Köln. Auf zu den Meisterschaften. Und einen starken Feld, das alles von einem verlangt.

Aber kaum angekommen, hieß es erstmal stark zu sein. Und 533 Stufen im Dom zu erklimmen. Bis der Drehwurm kam. Bei all den Wendeltreppen. Aber ich kann euch sagen. Es ist wie im Training. All der Fleiß lohnt sich, denn die Aussicht ist grandios. Und wenn man gleich morgens geht. Hat man auch noch Raum zum gehen.

Bevor es dann am Abend noch eine Runde zum Eishockey. Um die Ecke von unserem Hostel ging. Als Sportverrückte konnten wir uns das halt nicht nehmen lassen. Und mussten uns einfach auf den Weg machen. Durch ein Meer von Trikots. Das die Straßen vom Bahnhof zur Halle säumten. Soll man sich nun sicher fühlen oder Angst haben in einem Meer lauter Haie?

Es war auf jedenfall spannend bis zum Schluss dank Verlängerung. Wie was man so an Drama haben kann.

Die aber ganz schnell vergessen waren die Dramen. Als wir uns am nächsten morgen. Der Sünde von Schokolade hingaben. Im Schockoladenmuseum dem Touristen Hotspot in Köln. Aber wen kann es zu verdenken sein bei Schockobrunnen wie anderen Leckereien! So das wir am Nachmittag noch mal schnell ne runde laufen gehen mussten. Um die Beine locker zu machen oder um die Kalorien wieder los zu werden….

Aber bei allen Spaß wird es am Ende irgendwie immer ernst. Und so ging es mach Siegburg. Früh am Morgen, es war noch nicht mal hell. Man mag sich gar nicht vorstellen gleich zu laufen und dann noch schnell. Die Aufregung wie Anspannung noch schnell verdrängt. Die Erwärmung durchgezogen. Und dem was da kommt noch keinen Gedanken geschenkt. Wird man sich wenn man zum Start dann doch bewusst wo man sich grad befänd. Katharina Heinig, Fabienne Königstein, Sabrina Mockenhaupt, Corinna Harrer, um nur ein paar zu nennen. Es waren immer noch die 10km Straße. Auf einem 2,5km Achterbahn Kurs den es 4x zu bewältigen gab. Und 4x einen Anstieg von 900m. Nur gut das ich Flachlandtiroler bin dachte ich mir. Was soll das nur werden. Also wie immer Augen zu und durch! Und so ging das Feld mit dem Knall der Pistole auf die erste runde. Und sofort war das Gefühl wieder da. Bock zu Racen. Ranlaufen, und vorbei schießen. Es sind doch nur 10km, auch wenn das am Ende immer leicht gesagt ist. Aber ich habe mir immer jemanden gesucht. Los den da, den bekommst du noch. Guck mal der läuft nicht mehr ganz rund, den auch noch. Oh eine Berlinerin, komm die packst du auch noch!! Und so ging es runde für runde. Bis ich dann doch anhalten musste. Und die Uhr tatsächlich doch bei 35:49 stehen bliebt. Wahnsinn was für ein Gefühl. Was für ein Rennen. Auch wenn der Weg dahin hart war, spätestens da hab ich gemerkt das sich das alles gelohnt hab. Egal wie viel ich auch geflucht hab.

Euer Björni