Laufbericht vom 47. Rennsteiglauf am 18. Mai 2019

Meine persönliche Laufsaison wird regelmäßig durch den Rennsteiglauf gekrönt, der letztes Wochenende stattfand. Am Freitag kam ich nach einer fünfstündigen Autofahrt wohlbehalten in Schmiedefeld beim „Grünen Baum“ an.

Zum Abendbrot habe ich ein Zanderfilet bestellt, wollte aber dazu an Stelle des Risottos Thü-ringer Klöße haben. Die Wirtsleute erfüllten mir meinen Wunsch unter der Bedingung, dass ich dann aber auch mediterranes Gemüse als Beilage erhalte, weil Thüringer Klöße und die eigentlich vorgesehene Tomaten-Spargel-Komposition gingen ja wohl gar nicht. Das Gericht wurde dann in der ausgehandelten Form liebevoll zubereitet und serviert. Ein deutlicher Ab-stand zwischen Klößen und Fisch auf dem Teller wies jedoch deutlich auf den Ausnahme-charakter meiner Bestellung hin. Das Essen war im Übrigen vorzüglich.

Die Temperaturen vom Freitag deuteten zunächst auf einen sonnigen Lauftag mit Tempera-turen von höchstens 19 Grad hin. Sonnabend früh beim Einstieg in den Bus nach Neuhaus war man daher auch gut beraten, lange Sachen zum Überziehen mitzunehmen. Bis zum Start um 9:00 Uhr stieg das Thermometer dann aber doch auf 27 Grad.
Nach dem Schneewalzer ging es dann auf die Strecke, die von Neuhaus über dem Masser-berg, durch den Hohlweg bei Kahlert und dem Dreiherrnstein altbewährten Pfaden durch den sonnigen Thüringer Wald folgte. Die Strecke war hervorragend markiert und die Getränke- und Verpflegungsstände waren gut bestückt. Wegen der doch beachtlichen Wärme habe ich aber nur Tee getrunken und habe auch am letzten Verpflegungsstand bei Frauenwald auf den eigentlich obligatorischen Schluck Köstritzer Schwarzbier verzichtet. Selbst das Läuferbier habe ich nicht eingelöst.
Alles in allem war der diesjährige Rennsteiglauf dank Sonnenschein, wenig Wind und tro-ckenen Wegen wieder ein schönes Erlebnis. Die Marathonstrecke von Neuhaus nach Schmiedefeld kann ich jedem Läufer ans Herz legen, weil sie zwar etwas anspruchsvoll ist, aber durch eine der schönsten Landschaften des Thüringer Waldes führt.

Mit meiner Zeit von 6:12 Stunden bin ich sehr zufrieden, machte mir aber doch Gedanken, warum mich der ausgeschenkte Gerstensaft – zumal als Freibier! – diesmal nicht so richtig locken konnte. Jutta meinte später, ob es denn nicht sein könne, dass ich so langsam älter werde. Bevor ich mich dazu äußern konnte, beantwortete Bärbel diese rhetorische Frage mit einem kurzem „Ja.“
Ich darf glücklicherweise aber auch berichten, dass nach zwei Stunden Schlaf oben am Festzelt alles wieder sein rechtes Maß gefunden hatte. Dem Rennsteiglauf 2020 dürfte also nichts im Wege stehen.

Jean-Luc Gerlach

Weiterführende Links:
Ergebnisse
Trainingsgruppen des PLCs
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

Nächster PLC Lauf
24.05. Int. Sparkassenlauf „27. Preußische Meile“
Anmeldung
Starterliste