Hoch und runter durch die Müggelberge

Bereits zu sechsten Mal ging es am vergangenen Sonntag mit dem TrailRunBerlin durch die Müggelberge im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick.

Nachdem in den vergangenen Jahren Start und Ziel jeweils am knapp 30 Meter hohen Müggelturm stattfanden, hatten die Veranstalter diesmal den Start- und Zielbereich rund zwei Kilometer nach Süden an das Ufer der Dahme verlegt. Gleichzeitig wurde neben der klassischen 10 km, eine Zweite, 18,2 km lange XL-Strecke, erstmalig angeboten.

Elektrolyte, Eiweiß und Kohlenhydrate kann man nach dem Lauf in der Nähe auftanken


Bei meinen Starts in den letzten Jahren hatten mir bislang immer die 10 km völlig gereicht. Schließlich ist die Laufstrecke im Wald zwischen Müggelsee und Dahme nicht eben flach. Knackige Anstiege wechseln sich mit herzhaften bergab Passagen ab, so dass ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Rundkurs entstanden ist. Dennoch konnte ich in diesem Jahr nicht widerstehen und habe mich für die XL-Distanz angemeldet. Eigentlich blöd, aber der Vorteil der XL-Distanz besteht ja auch darin, dass man alle Anstiege doppelt „genießen“ bzw. verfluchen darf. Außerdem mag ich die Herausforderung und so ein bisschen Quälerei am Sonntagmittag ist ja neben dem schönen Ausblick und den angenehmen Lauftemperaturen auch nicht so verkehrt. J

XL-Strecke



Ich für meinen Teil, kann sagen, dass ich mehr genossen, als geflucht habe. Das lag zum einen daran, dass ich diesmal nicht auf Teufel komm raus losgestürmt und am quasi am ersten Berg – der sogenannten „Müggelwüste“, einem kräftigen, steilen Sandberg, verreckt bin. Zum anderen daran, dass ich wirklich bewusst und entspannt gelaufen und mir mein „Rennen“ eingeteilt habe. Einen Hinweis, den die Trainerinnen in der Dienstagsgruppe uns zwar immer wieder mit auf den Weg geben, der aber, zugegebener Weise, bei mir bislang oft genug zum einen Ohr rein und zum anderen wieder heraus ging. Denn 18 km werden eben nicht auf den ersten zwei Kilometern entschieden. Und es läuft sich zum Ende hin besser und leichter, wenn man noch die zweite Luft verspürt und den ein oder anderen Läufer vor einem überholen kann.

Aber jetzt ist genug mit (wahren) Läuferweisheiten…

Streckenmotiv und Ausschilderung mit dem Hirsch


Vor Ort und auf der Strecke habe ich einige PLC-Sportler*innen gesehen, die ich an dieser Stelle sehr gern grüße und zur Bewältigung der Strecke gratuliere. Laut Veranstalter sind dies schließlich „Die härtesten Kilometer Berlins“.

Und wer den steilen „Wurzelstieg“, einen Anstieg bei dem die Kiefern am Rand zum festhalten und bezwingen wirklich nützlich sind, erklommen hat, der „freut“ sich auf das nächste Streckenhighlight. Die 374 Stufen hinauf zum Müggelturm. (Die XL-er durften 2x hinauf J)

Start und Zielbereich



Wer von Euch nun Lust bekommen hat, das anstrengende Treppentraining in Sanssouci oder das Berglauftraining an Kellerberg und Bayrischem Haus in komprimierter Form umzusetzen, dem sei der TrailRunBerlin (www.trailrunberlin.de) ans Herz gelegt.

Es lohnt sich.

Zur Belohnung gibt´s im Ziel die obligatorische Medaille und ein paar schöne Socken.

Liebe Laufgrüße, Euer Mario Heinemann

Weiterführende Links:
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Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

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