Hamburg – mein erster und letzter Marathon?

Dieses Jahr war ich soweit und wollte nun einen Marathon laufen. Angemeldet hatte ich mich rechtzeitig, natürlich schon voriges Jahr, gleich nachdem Leipziger Halbmarathon, wo ich noch voller Euphorie war. Ende des Jahres 2017 hatte ich nach einem Trainingsplan gesucht und von Miriam einen bekommen, den sie auch schon für ihren ersten Marathon im Spreewald nutzte. Als ich mir diesen Plan ansah, fragte ich mich, wie ich dieses Pensum schaffen sollte? Aber ich wollte mich auch gut vorbereiten. So nahm ich pflichtbewusst am Dienstag und Donnerstag Training teil und am Samstag und Sonntag lief ich die xx km ab, die auf dem Trainingsplan standen. Hierbei mal einen Dank an die Trainerinnen Vivien, Caro und dem Trainer Tobias der Dienstagsgruppe für das intensive und abwechslungsreiche Programm. Und natürlich auch an Steffi und Heidrun für die schönen und unterhaltsamen langen Wochenendläufe, die ich genoss.

Am Sonntag, den 29. April um 09.30Uhr war es dann soweit. Ich stellte mich in den zugewiesenen Startblock L (es ging bis Startblock N) und wartete angespannt bis es losging. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte sich die Masse in Bewegung. Ich winkte meinem Mann nochmal zu und bekam Gänsehaut, denn nun ging es für mich los. Um in mein Tempo zu kommen musste ich anfangs viele Läufer und Läuferinnen überholen, so dass ich schon zu zweifeln begann, ob ich nicht zu schnell angehe. Aber ich fühlte mich gut und so blieb es erst einmal. An der Reeperbahn vorbei ging es weiter zur Elbchaussee, zum Fischmarkt und weiter zu den Landungsbrücken. Das Wetter war herrlich – für die Nichtläufer. Denn die Sonne schien heute wohl alles geben zu wollen, wie wir Läufer und Läuferinnen auch. So locker, leicht und fröhlich wie zum Anfang fühlte ich mich bei dieser Sonneneinstrahlung nun nicht mehr. Von Weitem sah ich nun schon die Elbphilharmonie, welch beeindruckendes Bauwerk. Weiter ging es an der Speicherstadt vorbei in den gekühlten Wallringtunnel. Leider sah ich dort schon einen Krankentransport, und ich ermahnte mich bloß gesund anzukommen. Raus aus dem Tunnel und über die Lombardsbrücke kam nun der herrliche Blick auf die Außenalster.

Es war wirklich wunderschön. Ich hatte mein kleines Tief überwunden. Die Trommler und die Zuschauer feuerten uns an. Und auf einmal rechts in der Zuschauermenge sah ich meinen Mann, der mich dort an diesem Punkt überraschte. Ich war überglücklich und wieder motiviert hier durchzuhalten. Und das tat ich auch. Ich nahm nun an jedem Getränkestand etwas Wasser zu mir, denn ich hatte permanent Durst und wollte auch nicht’s riskieren. Weiter ging es nun in Richtung Stadtpark, Ohlsdorf zum Eppendorfer Baum. Ich sah nun Viele, die aufhörten zu laufen und weiter gingen oder auch Krämpfe bekamen. Ich ermahnte mich einfach weiter zu laufen, denn dies habe ich ja schließlich im Training auch geschafft. Und die Zuschauer halfen uns durchzuhalten. Im Stadtteil Rotherbaum wurde gerade „Queen“ gespielt und wir johlten alle mit. Dies war noch einmal ein Anpeitschen. Bei km 40 nahm ich nun noch ein paar Schluck Cola und Wasser zu mir und wollte endlich ankommen. Ich dachte mir, jetzt reicht es auch, ich möchte nur noch meine Medaille und ein Bier. Und so kam ich gesund und super zufrieden nach 42,195km ins Ziel. Ob ich nun noch einmal einen Marathon laufe, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall habe ich es nicht bereut.

Kati

Weiterführende Links:
Ergebnisse
Trainingsgruppen des PLCs
Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

Nächster PLC Lauf
06.05. Potsdamer Frauenlauf
Anmeldung
Starterliste