Harzquerung 2018 (28.04.2018)

Das letzte Aprilwochenende überzeugte durch sommerliche Temperaturen und herrlichen Sonnenschein. Nun kann man an einem solchen Wochenende entspannt die Baumblüte in Werder genießen oder aber sich die Zeit mit einem kleinen Mittelgebirgslauf vertreiben. Wir(Heiko und Andreas) entschieden uns für Letzteres. Also machten wir uns am Freitag(27.04.2018) auf den Weg ins schöne Wernigerode um die legendäre Harzquerung zu meistern.
Im Gegensatz zu großen Massenveranstaltungen, handelt es sich bei der Harzquerung, mit einer Teilnehmerzahl von geschätzten 700 Läufern, eher um eine überschaubare Laufveranstaltung. Zumal sich die Läufer noch auf drei unterschiedliche Streckenlängen verteilen (25, 28 und 51 km). Entsprechend entspannt und unproblematisch lief die Entgegennahme der Startunterlagen. Startnummer, Busfahrschein, Fertig! Zum Abend noch eine leckere Pizza und ein Bierchen. Getreu dem Motto „Mit einem Bier weniger sind wir auch nicht schneller“ wurden daraus auch schon mal zwei oder drei (schläft sich besser).
Nach einer überraschend ruhigen Nacht im Massenschlaflager (Sporthalle), ging es bei lauen Temperaturen am Morgen zum Start für die 51 km von Wernigerode nach Nordhausen.Bereits im Vorfeld wurden wir durch den Veranstalter informiert, dass auf der Strecke umgekippte Bäume, als Ergebnis der vergangenen Herbststürme, zu überwinden sind, und davon sollte es einige geben. Manchmal ist es gut, wenn man nicht weiß was einen erwartet .

Gleich nach dem Start geht es auf teilweise schmalen Waldwegen ca. 4 km bergauf. Das verursacht schon mal den einen oder anderen Stau. Aber was soll’s, wir sind ja schließlich zum Spaß hier. Bis ca. km 20 -25 ist es dann auch ein wirklich entspannter und gemütlicher Lauf. Vorbei an der Zillierbach-Talsperre mit leichten bergauf und bergab Passagen, durch urige Wälder und über kleinere Bäche laufen sich die km dahin. Man trifft vereinzelt schon die ersten Wanderer, die immer freundlich Platz machen und grüßen. An den Verpflegungspunkten, die allerdings nur alle 10 km vorhanden sind, werden wir superfreundlich und reichlich versorgt.
Auf der zweiten Streckenhälfte wird es, zumindest für mich (Andreas), dann deutlich anstrengender. (Heiko ist wahrscheinlich schon im Ziel ). Die Bergpassagen kommen mir extrem steiler vor und die teilweise sehr matschigen Wege fordern volle Konzentration. Ich habe das Gefühl, dass gleich meine Oberschenkel platzen. Besonders der 4 km lange Anstieg zum höchsten Punkt des Laufes, auf den Poppenberg bei km 39, fordert nochmal all meine Kräfte (während Heiko sicherlich schon sein erstes Bier genießt ). Ab jetzt geht es dann größtenteils „nur“ noch bergab, und das richtig steil. Auf den letzten Kilometern fällt es mir leider schon etwas schwer, die wirklich tolle Landschaft zu genießen. Ich will nur noch ins Ziel. Raus aus dem Wald und über weite Wiesen geht es dann Nordhausen entgegen. Ich bilde mir ein, bereits den Stadionsprecher zu hören (vielleicht aber auch nur eine Halluzination), eine letzte Kurve und ich biege endlich ins Albert-Kurtz-Stadion ein und laufe,glücklich es geschafft zu haben, durch Ziel. Frisch gebügelt empfängt mich Heiko mit einem Bierchen und der Frage, wo ich so lange war. Ich bin halt ein „Genussläufer“ und muss nicht eilig ins Ziel kommen. Außerdem wollte ich ihn gewinnen lassen.

Empfehlung!
Für alle die, die wirklich abwechslungsreiche und anspruchsvolle Landschaftsläufe lieben, mit teilweise extremen Bergpassagen über Stock und Stein, knöcheltiefen Matsch, rutschigen Bachüberquerungen aber auch atemberaubender Bergkulisse, ist dieser Lauf durch den Harz wärmstens zu empfehlen. Für alle anderen empfiehlt sich, die Strecke zu wandern.

Fazit Heiko: „Das war einer der schönsten, abwechslungsreichsten und entspannenden Läufe. Jederzeit wieder!“ –komischer Typ (Anmerkung der Redaktion)!
Fazit Andreas: „Gut, dass man manchmal nicht weiß, was auf Einen zukommt und wenigstens hatten wir schönes Wetter! Würde mich evtl. nochmal überreden lassen!“

In diesem Sinne „Laufen aus Freude“
Heiko & Andreas
P.S. Und selbstverständlich fanden wir auch noch die Zeit, die Baumblüte in Werder zu genießen. So anstrengend war es dann doch nicht.

Lockeres Auslaufen am Sonntag (Baumblütenlauf)

Nach der erfolgreichen Teilnahme bei der Harzquerung am Vortag, entschlossen wir uns am Sonntag (29.04.2018) für einen lockeren Lauf, um die Muskeln und Gelenke wieder in Form zu bringen. Hier bot sich nun der Werderaner Baumblütenlauf an, an dem wir i.d.R traditionell jedes Jahr teilnehmen. In diesem Jahr feiert der Baumblütenlauf sein 25-jähriges Jubiläum.Da dürfen wir auf keinen Fall fehlen.

So ging es dann gegen 11:00 Uhr bei bereits sportlichen Temperaturen um die 25 Grad ab in den Werderaner Stadtpark. Hier erfolgte eine kurze, unkomplizierte Anmeldung und ein leichtes Warmlaufen. Um 11:40 Uhr dann der Start auf den ca. 800 m langen Rundkurs, der von unserer Altersklasse 5 mal bewältigt werden musste. Während meine Wenigkeit(Andreas) das lockere Tempo bevorzugte (aufgrund der schmerzenden Oberschenkel, resultierend vom Vortag, hatte ich auch gar keine andere Wahl), hatte es Heiko da schon etwas eiliger. Nach seiner Auffassung fühlte er sich auch erstaunlich gut und wollte daher versuchen an der Spitze mit zulaufen. Dies gelang ihm auch entsprechend gut, sodass er mich bereits nach kurzer Zeit sogar umrundete.
Im Ziel hieß es dann für Heiko Platz 1 in der Altersklasse (was auch immer dieser Mensch unter lockerem Auslaufen versteht). Für mich war es die Erkenntnis „wer langsamer läuft hat mehr von der Strecke“

Und wieder einmal – Laufen aus Freude
Heiko & Andreas

Weiterführende Links:
Ergebnisse
Trainingsgruppen des PLCs
Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

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