Oberelbe-Marathon, einer der schönsten Landschaftsläufe

Am 29.04.2018 stand für mich nun endlich mein erster Marathon auf dem Plan. Der Oberelbe-Marathon von der Festung Königstein an der Elbe entlang, in meine alte Heimatstadt nach Dresden.
Einmal dabei sein und erleben, wovon mir schon so viele berichtet haben, diesen Traum wollte ich mir nun erfüllen.
In der Vorbereitung wollte ich mir nicht so viel Stress machen und so habe ich nach keinem wirklichen Plan trainiert, sondern versucht Familienfreundlich die Vorbereitungen zu gestalten. Zwei Mal in der Woche Training im Laufclub und am Wochenende einen langen Lauf, das musste für die Vorbereitung reichen.

Am 28.04. war Anreise in Dresden, somit konnte ich am Abend vor dem Lauf noch einen kleinen Stadtbummel machen und schauen was sich in den letzten Jahren alles geändert hat, ein Besuch beim Italiener und dem obligatorischen Teller Nudeln eingeschlossen.
Am nächsten Morgen ging es erstmal vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn raus nach Königstein. Die Züge waren voll und alle in heller Aufregung, das einzige Thema war laufen. Auf halber Strecke verabschiedeten sich dann die Halbmarathonis und übrig blieben alle Verrückten, die an diesem warmen Tag die volle Strecke bestreiten wollten. Der Start um 10:10 Uhr war recht spät, aber eigentlich auch die Zeit in der ich sonst meine Trainingsläufe machte, nur bei wesentlich für mich lauffreudlicheren Temperaturen.

Der Startschuss fiel und schon ging es los, am Fuße der Festung Königstein und mit Begleitung eines alten Raddampfers auf der Elbe, der uns immer wieder mit winkenden Menschen und Pfeifen des Dampfers anfeuerte.
Da ich die Strecke gut kenne, als Kind bin ich in den großen Ferien immer mit meinem Vater den Elberadweg mit dem Fahrrad gefahren, war ich plötzlich doch ein wenig erschrocken, wie lang er sich nun anfühlte.
Die Sonne wurde mit zunehmenden Lauf immer erbarmungsloser und so war ich eine der besten Kundinnen an den Wasserstellen, am Ende hoffte ich hinter jeder Kurve das die Nächste kommen würde. Meine Vorbereitungsläufe im März und April hatte ich teilweise im unteren einstelligen Temperaturbereich absolviert aber jetzt beim Lauf war es deutlich zu warm.

Am Anfang fühlte sich alles noch gut an, mit zunehmendem Lauf meldete sich immer mehr Kopf und Schweinehund und fragte was ich hier überhaupt mache, bei dem Wetter. Eine gute Unterstützung hatte ich durch einen guten Freund, der mich so gut es ging die Strecke über begleitet hat. Da ja kein Radfahrer offiziell dabei sein darf, musste er ziemliche Umwege fahren um immer wieder am Streckenrand aufzutauchen und mich anzufeuern.
Im Kopf war ich die Strecke auch schon fast Stunden eher im Ziel, der Schweinehund bremste die Beine aber immer wieder aus, so dass ich in der Sonne an den Elbwiesen immer mal wieder abbremsen musste und entlang spazierte, wie so manch anderer auch.
Nach 4 Stunden 15 Minuten war ich dann schließlich im Ziel, gesund und mit einigen Erfahrungen mehr, genau das war das Ziel. Ein wenig enttäuscht das ich nicht durchgelaufen bin aber totzdem stolz über den ersten gefinishten Marathon. Ob und wann ich es wiederholen würde weiß ich nicht, aber mit immer mehr Abstand merke ich, dass ich es nicht ausschließen kann. Dann aber mit dem Ziel stärker zu sein als der Schweinehund und auf Spaziergänge zu verzichten.

Zumindest ist es ein tolles Gefühl nun zu wissen, wovon die anderen schwärmen.
Neben dem Ziel gesund anzukommen war das andere „Laufen aus Freude“. Ist mir diesmal nicht immer gelungen, aber diese Erfahrung habe ich auch schon bei meinem ersten 10 km und dem ersten Halbmarathon gemacht, manches muss man eben ein zweites Mal probieren, bevor es schmeckt.
Antje

Weiterführende Links:
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Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

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