Uwe und ich beim baff Natur-Marathon

Einmal diagonal durch Berlin, um die Form in einem weiteren Wettkampf zu verbessern war meine Idee.
Zum Glück blieb an diesem Tag der angekündigte Regen aus. Auch war es nicht mehr so kalt wie beim Lauf im Britzer Garten.

Uwe startete bei der 31,5 km Strecke und ich beim HM. In der Ausschreibung war die Strecke mit 60 % Waldwege und 40 % Asphalt beschrieben. Im Wettkampf mussten wir erst die Waldwege bewältigen. Der seifige Untergrund und Wasser in den Fahrspuren machte den Anfang und das Überholen nicht leicht.

Es ist immer wieder verwunderlich, warum bei vielen Rennen langsame Läufer oder sogar Walker trotz Nettozeitergebnissen, in den ersten Reihen stehen müssen und nach der anfänglichen Hatz nach kürzester Zeit wie ein Schluck Wasser in den Seilen hängen. Das macht es nicht leicht den eigenen Rhythmus zu finden.

Die ersten 10 km lief ich nur ein paar Sekunden langsamer als in Britz. Es war die Frage: bin ich dieses Wochenende besser drauf, oder breche ich in der zweiten Runde ein.

Ich bin nicht eingebrochen, obwohl es auf den letzten 7 km sehr schwer wurde. Es hat mir geholfen, dass ich Ende der ersten Runde einen Läufer überholt habe, der in Britz noch Minuten vor mir war. Ich wollte ihn nicht mehr heran kommen lassen. Umdrehen wollte ich mich aber auch nicht. Ihr wisst schon, Umdrehen ist ein Zeichen von Schwäche. An zwei spitzen Ecken konnte ich aus dem Augenwinkel erkennen, dass der Abstand nur merklich kleiner wurde. Zum Schluss durften wir von der Strecke neben einem Kanal, um auf die Straße zum Ziel zu gelangen, noch 10 Meter steil bergan und dem Ziel entgegen gesetzt laufen. Am Ende der Straße eine 180 Grad-Kurve, und ich sah, es sind nur noch ca. 20 Meter zwischen uns. Auf den letzten 600 m war Endbeschleunigung angesagt. Nur noch die Brücke über den Kanal, um die Kurve, und meinen Vorsprung habe ich ins Ziel gerettet.
Ich hätte die zweite Runde ohne die Konkurrenz nicht so schnell laufen können.

Ich stehe noch komatös am Getränkestand, da kommt Uwe um seine dritte Runde anzugehen. Er reicht mir seine Handschuhe und ich ihm ein Wasser. Noch ein paar aufmunternde Worte und schon ist er wieder im Wald verschwunden.


Das nächste Mal sehe ich ihn in der Haltung der Biathleten nach dem Zieleinlauf. Er ist zufrieden, auch dass er in der letzten Runde nicht nachgelassen hat.
Wieder ein Mosaikstein für einen erfolgreichen Marathon Ende April.

Die nächste Woche gehen wir etwas ruhiger an, um dann für eine Woche ins Trainingslager in den Harz zu fahren.
H.-Wolfgang

Weiterführende Links:
Ergebnisse
Trainingsgruppen des PLCs
Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos, Videos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

Nächster PLC Lauf
06.05. Potsdamer Frauenlauf
Anmeldung
Starterliste