Dem Wind nicht ganz entkommen in Luzern…

 

Bei Regen machten wir uns auf den Weg mit dem Flugzeug nach Luzern – unser letzter Air Berlin Flug ging Freitagnachmittag. Unsere Gastfamilie empfing uns wie jedes Jahr herzlich.

Am Samstag hatten wir uns mit Marco verabredet, um unseren 50% Gutschein vom Vorjahr für eine Fahrt auf den Pilatus einzulösen. Dafür hatten wir perfektes Wetter, leichte Wolken und Sonnenschein. Die 2128m erreichten wir mit der steilsten Zahnradbahn der Welt, und saßen dabei in 80 Jahre alten Wagen. Steil bergauf ging es mit wunderbaren Aussichten. Oben angelangt konnte man einige wundervolle Aussichtspunkte fußläufig erreichen und die Sicht von oben in alle Richtungen genießen. Nur war es ganz schön kalt, – 1 Grad und unsere Finger mussten nach einer Stunde im Schnee mit einer heißen Schokolade aufgewärmt werden.

Unsere Startunterlagen hatten wir schon Samstagmorgen abgeholt, sodass wir Samstagabend früh ins Bett schlüpften und unsere eine Stunde mehr Schlaf durch die Zeitumstellung genossen. Um 6.45 neuer Zeit klingelte unser Wecker. Daniel hatte sich für den Halbmarathon gemeldet und dieser startete um 9 Uhr. Ich musste mich leider auf die 10km ummelden, aufgrund von Knieschmerzen in der Vorbereitung. Nach einem in unserer Gastfamilie traditionellen Zopf zum Frühstück am Wettkampftag, ging es los zur Fähre und hinüber zum Verkehrshaus in Luzern, wo sich schon viele Läufer über die Marathon- und Halbmarathondistanz warm machten. Es war bewölkt und um die 10 Grad – ideales Laufwetter. Daniel konnte sich mit seiner Zielzeit von unter 1:30h ganz nach vorne in den Startblock stellen. Wie gewohnt lief alles sehr entspannt vor dem Start – kein Gedränge, alle wussten wo sie sich hinstellen wollten und alles lief ruhig ab. Punkt 9 Uhr fiel plötzlich der Startschuss. Und los gingen die Massen an Läufern – eine neue Höchstteilnehmerzahl in diesem Jahr. Ich schaute mir in Ruhe die Starts an und ging dann rein, um mich etwas auszuruhen – mein Start stand mittags noch bevor. Kurz nach 10 Uhr stellte ich mich draußen an die Strecke und erwartete den ersten Läufer, der dann nach 1:10h ins Ziel lief. Noch etwas warten musste ich auf Daniel, der dann aber auch sehr gut – in Anbetracht dessen, dass er in diesem Jahr kaum die Zeit für eine Vorbereitung auf den Lauf fand – nach 1:27h ins Ziel lief.

Rasch angezogen fuhren wir nach Horw, wo der 10km Start war. Dort angekommen ruhten wir uns etwas aus und dann machte ich mich warm. Ich haderte lange, was ich anziehen sollte da Wind aufkam und es nieselte. Die Luft war warm also sollte kurze Hose und T-Shirt reichen. Auch hier lief der Start ruhig ab. 10 Minuten vorher reihte ich mich im vorderen Teil ein, Marco – ebenfalls über 10km gemeldet – in die erste Reihe. Wieder ein plötzlicher Startschuss. Ich bemühte mich, mich nicht so sehr von der Masse mitreißen zu lassen und kein zu schnelles Anfangstempo anzuschlagen – dies war mein Verhängnis vor drei Wochen beim Great 10 in Berlin. Dies gelang mir gut. Ich bemühte mich stabil zu laufen und auf meinen Auftritt zu achten, da durch Regen die Straße sehr rutschig war. Und meine gute Vorbereitung – in Unterstützung von Denny in den letzten drei Wochen, der mich bei 2 Einheiten in der Woche pacte, Danke!! – zahlte sich aus! Ich kam sehr gut durch, obwohl ich ziemlich einsam lief. Bei km 6 wurde der Wind stärker und Kopfsteinpflaster, scharfe Kurven und kleinere Hügel strengten mich sehr an. Aber die letzten 2km wurde es wieder leichter und ich schöpfte Mut noch einmal etwas anzuziehen. Es gelang mir gut und ich war überrascht als ich bei km 9 auf meine Uhr schaute: das könnte noch eine Bestzeit werden! Auf der Zielgeraden kam ein Lächeln auf mein Gesicht und ich wusste: ich habe es geschafft! Ich zog noch einmal etwas an und die Uhr blieb im Ziel bei 46:00,01 stehen. Ich war so glücklich – und wusste, dass war noch nicht mein Limit. Aber aufgrund ständiger Schmerzen in den letzten Monaten habe ich mich nicht getraut auf Risiko zu gehen. Ich bin seit vier Wochen schmerzfrei und habe meine Bestzeit um über eine Minute zum Frühjahr verbessert. Ein besserer Saisonabschluss hätte mir nicht gelingen können. Danke Denny für deine Unterstützung und deine ständige Motivation durchzuhalten und weiter zu trainieren!

Eure Caro

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