Die Drei vom Potsdamer Laufclub
17. Müritz-Lauf

Mein Laufbericht wird etwas länger. Also noch schnell vorher einen Kaffee machen und dann geht’s los.
Freitag Mittags mit der S-Bahn nach Berlin zum Hauptbahnhof. 14:42 Uhr mit dem RE nach Waren. 14:42 Uhr am Freitag bedeutet mit Rucksack und Isomatte mit der Treppe vorlieb zunehmen. Die Haltestellen sind ein who is who des Brandenburg-Cups: Oranienburg, Löwenberg, Gransee und Fürstenberg.
In Waren mussten Jutta und ich nur ein paar Schritte zurücklegen, um im Hotel am Bahnhof unsere Startunterlagen abzuholen. Vor dem Eingang standen ein paar junge Männer herum, und ich war ein wenig unsicher, was das für welche waren. Aber es war dann doch ganz ungefährlich. Es waren zum Glück nur Ultraläufer, die sich ihre heroischen Taten erzählten.

Dann ging es schnurstracks zur Turnhalle, um unser Nachtlager aufzuschlagen. Punkt 6 Uhr war die Nacht vorbei, weil außer uns beiden nur eine Läuferin den Städtelauf machen wollte und der Rest, 26 LuferInnen gleich den ganzen See umrunden wollten. Eine Jugendgruppe als Staffel. Zur Info 190 LäuferInnen hatten sich zum Städte-Lauf und 160 zum Ultralauf angemeldet.
Um 9:10 Uhr war unser Bustransfer nach Röbel. Wir waren um 9:45 in Röbel, aber unser Lauf startete erst um 11 Uhr. Also warten, warten, Toilette, warten, Toilette und dann die Vorbereitung. Pünktlich um 11 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt.

Jutta schnurrte die ersten Kilometer ab und stand schon kurz vor dem Läuferhigh, als sie bei Kilometer 13 auf einmal einen Krampf im Rücken bekam. Der ganze Rücken wurde hart. Als ich sie im Ziel empfing, stand sie vor mir, als wäre sie über Stunden bei der Kartoffelernte gewesen. Die restlichen 13,5 Kilometer hat sie mit einer Hand auf dem Rücken versucht den Krampf zu lindern. Das war das sprichwörtliche Zähne zusammenbeißen. Jutta war die einzige im Massagezelt, die auf dem Bauch lag und sich den Rücken massieren ließ. Die Beine waren ihr egal. Danach ging es ihr etwas besser.

Wie lief es bei mir? Wie in diesem Jahr so oft: erschreckend gut. Mit einer Nacht dazwischen habe ich doch noch das Haar in der Suppe gefunden. Ich wurde mit einer Zeit von 1:55:31 für die 26,5 km gesamt 11.. Ich war damit so schnell, wie noch nie, aber nur 8 Sekunden hinter dem 10., 11 Sekunden hinter dem 9. und 16 Sekunden hinter dem 8.. Auf der Strecke waren diese Läufer zwischenzeitlich weit weg. Zwar konnte ich unterwegs noch ungefähr 6 Läufer einholen, aber es war auf der Strecke schwer zu erkennen, wie die Abstände waren. Nach Waren rein gab es eine lange Gerade voll mit Radfahrern und Touristen. Erst knapp 500 m vor dem Ziel sah ich zwei Läufer aber da war es zu spät, und der Endspurt war für die Katz. Die Jungs müssen zum Schluss richtig eingegangen sein.
Danke an unsere 5:30er Trainingsgruppe. Das hilft unwahrscheinlich mit euch am Wochenende zu trainieren.

Und wie erging es unserem Ultraläufer Heiko. Bis Kilometer 50 war er hoch zufrieden. Dann war Flasche alle und er überstand die restlichen 25 Kilometer mit einem großen Kämpferherz. Trotz der Schwierigkeiten belegte er einen beachtlichen 14. Platz. Interessanterweise erzählte er mir als erstes von fürchterlichen 5 km vor Röbel auf der Landstraße. Von den schönen restlichen 70 km weiß ich nichts Näheres :).

Jutta und ich können den Städtelauf empfehlen. Die Damen in der Turnhalle versorgten alle mit selbst gebackenem Kuchen, Obst aus dem eigenen Garten, Frühstück, Tee und Kaffee, und das alles für nur 10 Euro.
Ende Bericht – Kaffee alle!
H.Wolfgang

Weiterführende Links:
Ergebnisse (Jutta/H.-W.)
Ergebnisse (Heiko)
Fotos
Trainingsgruppen des PLCs
Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)
Laufberichte, Infos und Bilder an laufberichte@potsdamer-laufclub.de

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