Nicht schnarchen, umdrehen!
33. Schweriner Fünf-Seen-Lauf

Während am Freitag der Int. Sparkassenlauf 25. „Preußische Meile“ in Potsdam mit einer Rekordbeteiligung startete, haben sich Andrea Ziehe und ich uns aus dem Staub und nach Schwerin aufgemacht. Wir wollten die 30 km beim Fünf-Seen-Lauf laufen. Auf dem Weg nach Schwerin; Regen, Regen und nochmals Regen.
Die erste Überraschung gab es bei der Ankunft an der Beruflichen Schule. Es standen zwei einsamer Camper auf dem Platz und kein einziges Zelt. Da habe ich die Jahre vorher schon anderes erlebt. Wir wollten in der Turnhalle übernachten; davor stand dann ein Zelt, und die Halle war spärlich besucht. Wir haben uns zwei Matten besorgt und ein ruhiges Plätzchen im ersten Stock gesucht.

Samstag am Start mein Lieblingswetter: Nieselregen und 13/14 Grad. Meine Motivation stieg merklich an. Der Fünf-Seen-Lauf fängt zum Einlaufen flach und auf festem Untergrund an. Danach wechselt dieser zwischen Asphalt, Wald- und Feldwegen. Im Wald und auf den Feldwegen waren es Versuche nicht in Pfützen und Match zu laufen. Zwischendrin kleine Anstiege und Steigungen, alles als Vorbereitung auf die letzten zwei Kilometer. Dann fängt der Lauf an ;). Zuerst zwei steile Rampen über Wiesenhügel, die durch den Dauerregen sehr rutschig waren. Nach dem zweiten Hügel ging der Weg steil bergab und endete in einer Linkskurve. Es war wie Schmierseife. Zwei Feuerwehrmänner riefen immerzu: Achtung Kurve. Es half mir nichts, denn auf der Schmierseife konnte ich nicht anhalten. Wären die Feuerwehrmänner nicht da gewesen, wäre ich in den See gelaufen. Sachte, aber energisch, schoben sie mich in die richtige Richtung. Der letzte Kilometer war dann nur noch eine Rutschpartie. Es gab keine Möglichkeit dem Matsch auszuweichen. Den einen oder anderen hat es da hingeknallt.Im Ziel blieb die Uhr bei 2:14:47 stehen. Das war neue Bestzeit und 3:31 Minuten schneller als bei meiner bisherigen von 2011.

Was war mit Andrea? Sie hat eine Serie langer Läufe hingelegt. Rennsteig, Harzquerung, Frankenweglauf und jetzt 30 Kilometer in Schwerin. Sie meinte vor dem Start, dass sie mit 3:30 min zufrieden wäre. Was wurde es am Ende: 3:01:41. Entsprechend strahlte sie und war hoch zufrieden. Ihre Treter hatten ihr Soll erfüllt und wanderten in den Müll.

Laufen aus Freude
H.-Wolfgang

P.S. Wie kommt es zu der Überschrift? In unserem Raum schlief noch ein Mann, der in der Nacht urplötzlich zu schnarchen begann. Andrea richtete sich auf und sagte ruhig, aber bestimmt: Nicht schnarchen, umdrehen! Was er prompt befolgte, und es war Ruhe.

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