Der alte Mann und das Meer (Maschsee)
Deutsche Meisterschaften Halbmarathon in Hannover

Es sollten meine ersten deutschen Meisterschaften werden. Mit Tom und seinem Vater (Bernd) ging es am Samstag Richtung Hannover.
Zwei Staus und erhöhtes Verkehrsaufkommen verdarben uns nicht die Laune. Im Hotel noch mal eine Stunde aufs Ohr legen und dann gemeinsam zum Italiener. Das war der Plan, aber es war nicht so leicht ihn umzusetzen. Wir sahen nur Dönerbuden oder Sushibars. Eine interessante Kombination.
Am Ende fanden wir noch ein gutes italienisches Restaurant.

Am Sonntag auf dem Weg in die Stadt in der U-Bahn die übliche Mischung aus Aufregung und Rumgeblödel. Da wir zeitig vorm Start angekommen sind, saßen Tom und ich noch auf einer Parkbank und versuchten uns auf den Lauf zu konzentrieren. Plötzlich standen Olaf und Friderike vor uns, die morgens aus Potsdam losgefahren waren.

Dann zogen wir unser Aufwärmprogramm durch, um uns 15 Minuten vorm dem Start um 11:15 Uhr in unsere Stadtblöcke zu begeben. Alle Teilnehmer der deutschen Halbmarathonmeisterschaften standen in Block A (Tom) oder Block B (ich). Ich glaube, während der 15 Minuten vor dem Start habe ich mir einen Sonnenbrand geholt :). Es war warm, kein Schatten, und wir standen wie die Heringe dicht gedrängt.

Ein Wettkampf läuft eigentlich immer gleich ab. Am Anfang ist es sehr schwer einen eigenen Rhythmus zu finden. Alles ist nur ein einziges Gewusel und Gedränge.
Kommen wir zum Ende des HM. Ab Kilometer 17 wurde es hart. Da habe ich mir die B-Note in der Ausführung Laufstil versaut. Ein einziges Gestochere und der verzweifelte Versuch das Tempo zu halten. Dann der Blick auf die Uhr und eine Endbeschleunigung, um die Zeit noch ein wenig zu verbessern.
Zum Glück gibt es nur Fotos und kein Einlaufvideo.

Nach dem Zieleinlauf musste ich mich auf meinen Oberschenkel abstützen, und sofort stand ein Helfer bei mir und fragte besorgt nach meine Befinden.
Alles Super meinte ich und richtete mich auf, um zu den Getränken zu gehen. Wow, wo ist denn mein Kreislauf geblieben? Ganz langsam schlurfte ich zum Colastand. Eine, zwei, drei Cola später ging es schon besser. Ach, Apfelschorle haben sie auch. Nehm‘ ich.
Ein Finisherbeutel kommt mir gerade recht.
Schokobrötchen (Update)
Zwei Müsliriegel aufgegessen,
Gummibären aufgegessen,
Lakritzschnecke aufgegessen,
Traubenzucker aufgegessen,
eine Tüte mit salzigem Gebäck, was immer das war, konnte ich ohne Brille nicht lesen, egal, aufgegessen.
Am Ende des Läuferkorridors war die Tüte leer. Mein Tipp an alle Veranstalter: bitte Infos auf essbarem Papier drucken ;).

Noch wusste ich nicht, was die Zeit wert war, bis mir Friderike sagte, dass ich Zweiter in der AK geworden bin.
Habe ich jetzt einen Titel?
Nachdem ich die Zeit von Tom (01:09:39) erfuhr, war ich froh, dass er mich als Hase abgelehnt hat.

Noch zur Siegerehrung ins Rathaus, dann geschafft, aber glücklich zurück nach Potsdam.
H.-Wolfgang

Weiterführende Links:
Ergebnisse
Trainingsgruppen des PLCs
Laufen für Jedermann: Lauftreffs am Wochenende (offen auch für Nichtmitglieder)