Berliner Läufercup 2016

Dieses Wochenende ging der Berliner Läufercup 2016 offiziell mit einer Abschlussveranstaltung mit Buffet und Preisverleihung zu Ende. Die gesamte Saison über hatte ich an einigen kleinen Läufen am Rande Berlins teilgenommen. Der Berliner Läufercup besteht insgesamt aus 15 Läufen, von denen für jeden Läufer die acht besten Ergebnisse nach Altersklasse in die Wertung eingehen.

28. Februar: Lauf im Britzer Garten – Zwei Wochen nachdem ich nach langer Verletzungspause endlich wieder laufen durfte, startete der Berliner Läufercup mit einem 10km Lauf. Wolfgang und Matthias waren auch am Start und natürlich schnell weg. Ich war wie erwartet eher nicht so flott unterwegs, aber glücklich wieder schmerzfrei laufen zu können. Am Ende brachte mir der Lauf sogar trotzdem volle Punktzahl, da der Rest meiner Altersklasse noch im Winterschlaf war.

06.März: BT-Meile – 8km Cross im Grunewald. Die Strecke war eigentlich sehr schön, aber leider war es ungemütlich kalt, regnerisch und der Boden teilweise sehr aufgeweicht, die Füße schon vor dem Erreichen der Startnummernausgabe nass und die Hügel machten mir im derzeitigen Trainingszustand gut zu schaffen. Es gibt so Läufe, da fragt man sich, warum man nicht einfach im Bett geblieben ist 😉

20.März: Birkenwäldchenlauf – Wieder 10km, diesmal auf angenehmem Waldboden in Treptow. Ich brauchte eine Minute weniger als im Februar, immerhin ein kleiner Fortschritt. Wieder Tempo aufzubauen war jedenfalls deutlich schwieriger, als die Strecken wieder zu verlängern.

01. Juni: Steglitzer Volkslauf – Zwei Läufe hatte ich ausgelassen, da sie nicht in meine Marathonvorbereitung passten. An diesem sehr warmen Sommertag standen nur 6 flache Kilometer an. Nach den vielen langen Strecken hat es richtig Spaß gemacht, mal wieder kurz und schnell zu laufen.

05. Juni: Lichtenrader Meile – Schon wieder ein Lauf! Es war noch wärmer als in Steglitz und es gab fast keinen Schatten. Noch unangenehmer als die Hitze war allerdings, dass das Schienbein wieder anfing Probleme zu machen. Anfang der zweiten Runde traf ich auf Matthias, einen Bekannten von der LG Mauerweg, der sich auch sehr quälte, und gemeinsam lief es sich dann ein ganzes Stück leichter. Die hügelige Strecke mit ihren 15km war für mich der längste Lauf des Cups.

18. Juni: Hohenschönhauser Gartenlauf – Nach einer gefühlten Weltreise mit dem öffentlichen Nahverkehr befand ich mich in einer Gegend, wo die Straßen statt Namen nur noch Nummern haben. Gelaufen wurden mehrere Runden durch eine Kleingartenkolonie, insgesamt 5,7km. Ein besonders liebevoll organisierter Lauf mit empfehlenswerter Kuchenauswahl, der gestern völlig verdient von den Läufern zum Lieblingslauf des Cups gewählt wurde!

26. Juni: Helios Grunewaldlauf – 10km durch den Wald. Ab Kilometer 4 ging es stetig bergauf und bei Kilometer 5 war ich eigentlich bereit für eine Pause. Das kam aber nicht in Frage, denn das erste Mal in der Saison war ich schneller unterwegs als mein Lauffreund Torben, mit dem ich gemeinsam in einige vorherige Läufe gestartet war. Hinten raus hatte er immer mehr Kraft gehabt. Am Ende konnte man nochmal lange leicht bergab rollen und ich konnte meinen Vorsprung tatsächlich ins Ziel retten.

08. Juli: Zugspitzlauf – Im Norden Berlins liefen wir vier Mal um einen Berg herum und in jeder Runde auch mehrfach hoch. Auf der zweiten Hälfte setzten plötzlich Starkregen und ein Gewitter ein. Die Streckenhelfer hatten ordentlich mit ihren Regenschirmen zu kämpfen und waren am Ende bestimmt genauso nass wie wir. Trotz allem oder gerade deswegen wurde die letzte Runde meine schnellste. Auf den letzten 500m konnte ich noch vier Läuferinnen überholen, wurde aber von Torben um eine Hundertstel im Fotofinish geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine acht Läufe voll und lag in der Wertung ganz vorn, da sonst noch niemand so viele Läufe hatte.

30. September: Straßennachtlauf von Reinickendorf – Ein paar Läufe hatte ich wieder ausgelassen, aber einmal musste ich nun doch noch ran. Zu seinem Geburtstag hatte ich einem Freund, der nicht regelmäßig lief, beim 10km Lauf angemeldet. Nach anfänglichen Zweifeln stellte er sich der Herausforderung dann doch und zog den Lauf zusammen mit mir bis zum Ende durch! Hamid, nächstes Jahr laufen wir Halbmarathon, oder?

Zwei weitere Crossläufe gab es danach noch, an denen ich aber nicht mehr teilgenommen habe. Dabei habe ich wohl beim Kieser-Crosslauf eine besonders schöne Streckenführung verpasst. Am Ende hatte ich noch ein bisschen Glück: die schnelleren Läuferinnen hinter mir kamen nicht auf acht Läufe und meine Punkte reichten am Ende für den Sieg in der Altersklasse.

Corinna