8. StadtLauf Berlin von Sportcheck

2 Distanzen standen heute für die über 6.102 Läufer zur Wahl. Ganz neu war die Streckenführung, diese wurde aufgrund von Bauarbeiten verlegt.
Das Starterfeld des PLC umfasste 9 Läufer. 7 entschieden sich für die 21,0975 Km, der Rest wählte die Kurzdistanz. Für einige von ihnen, war es die Berliner-Generalprobe, wie der Lauf auch vom Veranstalter genannt wird.
Denn am 25. September ist es soweit, es ist Zeit für den Berliner Marathon, an dem Daniel teilnehmen möchte. Robert und ich sind für den Marathon in Dresden gemeldet, welcher am 23. Oktober stattfindet.

Doch nun zum Lauf. Eines vorweg, auch wenn laut Regeln des Veranstalters, die Pflicht besteht das ausgegebene ASICS Sportcheck-Trikot tragen zu müssen, so ist es kein Problem, wenn man sein „gewohntes“ eigenes Laufshirt trägt.
Wir streiften uns also wie gewohnt das Vereinstrikot über. Das war schon mal geklärt.
Die anderen Rahmenbedingungen waren jedoch auch ganz passabel. Der Lauf startete um 9:00 Uhr bei angenehm, leicht kühler Temperatur.

stadtlauf_steglitz2_2016

Wolfgang der sich aktuell im Sabbatjahr befindet, entschied sich dazu, Daniel als Hase zu unterstützen. Das kam ihn auch gerade recht, denn noch immer war die Erkältung in den Knochen präsent, was sich später noch zeigen sollte.
Robert und ich wagten heute ein Experiment, wir nahmen uns vor nach Plan zu laufen und uns das Rennen einzuteilen. 0/7/14 Km in 4:12/4:08/4:04 min/km…also ruhiger Beginn mit negativ split zum Ende…so der Plan.
Anfänglich mussten wir uns immer wieder zügeln nicht schneller zu laufen. Bis KM 7 konnten wir dennoch den geforderten Schnitt abliefern. Doch dann begann der KM 8 und wir beschleunigten. Bis KM 10 ging auch das noch ganz gut, doch dann zeigte sich bei mir die erste Schwäche und vorm Ziel der Kurzdistanz wollte ich doch tatsächlich aussteigen. Robert versuchte mich aber wieder auf den richtigen Weg zu bringen und schaffte es auch. Weiter ging es also, dennoch ab KM 11 schrie ich zu Robert: Lauf, Lauf weiter…ich musste kurz eine Verschnaufpause einlegen wo ich ein Gel und etwas Wasser zu mir nahm. Es war wirklich Schwäche die mich zum anhalten zwang. Nach einer Verweildauer von 40 Sekunden ging es weiter. Robert hatte sich schon entfernt. Ich fing mich wieder und merkte wie die Energie so langsam wiederkam. Ich war wieder on the road. Weiter geht’s…Mit der Zeit konnte ich mich arrangieren, auch wenn sie etwas von 4:08 entfernt war. Dann sah ich Robert in 200-300 m vor mir. Dies gab mir nochmal neuen Schub und ich konnte mich Stück für Stück heranziehen. Bei KM 18 nahm ich wieder ein Schluck Wasser zu mir und dann ging es mit den Seitenstechen los, hatte mich das Trinken aus dem Rhythmus gebracht. Ich stieg wieder kurz aus, Robert war dann wirklich weg.
Mit einer Zeit von 01:31:05 h konnte es Robert unter den ersten Top 150 schaffen. Ich kam wenig später in einer Zeit von 01:32:11 h ins Ziel. Dort sahen wir Denny der uns schon mit Applaus empfing. Er nahm die Kurzdistanz in Angriff um sich an den Lauf, nach einer bösen Verletzung am Mittelfussknochen, wieder heranzutasten. Mit guten Gefühl und ohne Schmerzen konnte er den Lauf ganz gemütlich mit einer Zeit von 01:03:56h beenden.
Kurze Zeit später, kam unsere Fritzi mit einer Zeit von 01:38:34 h ins Ziel. In diesem Jahr absolvierte sie bereits einen sensationellen ersten Marathon in HH mit einer Zielzeit von 03:30:00 h.
Nun warteten wir auf Daniel und dem Hasen. Mit 01:51:13h fand er sich mit verzogener Miene ins Ziel ein. Er war sichtlich verärgert über seine Zielzeit, hatte er doch die Marke unter 01:40:00 h avisiert.

Ein kurzes Statement von ihm:
Der Puls war von Beginn an deutlich zu hoch und blieb da konstant. Das ist dann nur eine Frage der Zeit, bis der Körper reagiert. Die Erkältung steckte wohl noch tiefer im Körper, als gedacht. Es nervt gewaltig, wir waren so gut auf Kurs.
Mit wir meine ich übrigens mich und Wolfgang, der dankenswerter Weise nur für mich als Pacemaker und ohne eigene Zeitwertung mit gelaufen ist.
Jetzt konnte er mir beim Kotzen zusehen und den Rest mit mir ins Ziel spazieren. Schade um die große Chance auf Bestzeit.

Auch wir verpassten die Bestzeit auf 01:27:00 h und so war es für alle wieder eine Erfahrung die vor dem großen Marathon, einfach nur Goldwert ist. Wir werden in Zukunft wieder nach unserem Gefühl laufen und uns nicht allzu sehr auf fixe Zeiten zu versteifen.

Dennoch sind wir allesamt Happy als Verein, gemeinsam, wieder etwas erreicht zu haben.

Matthias Krause

Weiterführende Links:
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