4. internationalen Triple Marathon von Elde Holland nach Wardenburg Deutschland

Am 2.7.16 war es endlich soweit, dass ich das lange geplante Projekt Triple Marathon in Angriff nahm.
Wir trafen uns um 16 Uhr in Wardenburg zur Startnummernausgabe mit anschließender Pastaparty. Gegen 18:00 Uhr ging es dann mit 2 Bussen in einer 2stündigen Fahrt zum Start nach Holland.
Der Tag begann um 2:45 Uhr als in der Turnhalle im Holländischen Elde das Licht anging. Dann hieß es zügig seine Sachen zu packen, Laufbekleidung anziehen damit man um 3:30 Uhr pünktlich zum Frühstück erscheint. Um 4:20 Uhr und um 4:40 Uhr stand der Bustransfer bereit, um die Läuferschar zum Start zu bringen. Da standen wir dann in der Dämmerung bei Nieselregen und warteten auf den Start, welcher pünktlich um 5:00 Uhr erfolgte.
Endlich ging es los. 80 Läufe ,mich eingeschlossen, machten sich nun auf den Weg Richtung Wardenburg in Niedersachsen. Die 126,6 km werden in 3 eigenständigen Marathons zu je 42,2 km gelaufen. Nach 2 km passierte dann das erste Missgeschick, der nächtliche Starkregen hat die Streckenmarkierung weggewaschen und die ersten Läufer wurden in die falsche Richtung geschickt.
Am 1. VP bei km 11 schloss ich mich mit Sportsfreund Toni Hecker aus Bremen zusammen.Mit Ihm lief ich nun 90 Km gemeinsam. Der Lauf führte durch eine herrliche Landschaft und verschlafene Orte. Nach 3:48 h erreichten wir entspannt und gut gelaunt Ziel Nummer 1.

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Nachdem wir geduscht, uns umgezogen und gefrühstückt haben, bereiteten wir uns mental schon auf Start Nummer 2 vor, welcher um 10:45 Uhr erfolgt. Es sollte der härteste der 3 Marathons werden, dass Wetter war uns nicht wohlgesonnen, wir hatten alles dabei Unwetter mit Starkregen, strahlender Sonnenschein sowie böigen Wind. Zwischen km 21 und 32 bekam ich dann Magenkrämpfe mit Durchfall. Somit war mein eigentliches Ziel, vorne mit zu laufen, in weite Ferne gerückt. Als ich dann nach 4:35 h ins Ziel kam, hatte ich nur den einen Gedanken, wie bekomme ich meinen Magen wieder in den Griff! Ich entschied mich für Salzstangen und Cola. Diese Entscheidung beruhigte zwar mein Magen doch lieferte sie nicht mehr die erhoffte Energie für die letzte 42,2 km.

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Am Start 3 um 17 Uhr hatte ich für mich beschlossen, den Lauf auf jeden Fall zu beenden. DNF kam für mich auf keinen Fall in Frage. Am Start 3 sah man allen Läufern die Strapazen der gelaufenen km an. Einige hatten in der 2.Etappe aufgegeben, dennoch wollten sie es nun doch noch einmal versuchen. Der Ehrgeiz der meisten Sportler war ungebrochen. Das Wetter sollte auch auf der letzten Etappe nicht besser werden, aber was soll’s. Toni und ich liefen anfangs in der vorderen Gruppe mit. Es wurde uns jedoch recht schnell klar, dass wir heute unser eigentliches Laufniveau nicht mehr erreichen können. Die oben genannten schwierigen Umstände ließen heut einfach nicht mehr zu. Wir ließen die Gruppe ziehen und liefen unser eigenes Rennen. Wir bauten regelmäßige Gehpausen ein und kamen dadurch recht zügig voran. Bei km 38 saß unser Lauffreund Bastiaan aus Holland auf einer Bank und wollte das Rennen abbrechen. Wir motivierten Ihn alle Kraftreserven zu bündeln und mit uns bis ins Ziel zu laufen.. Als wir nach gut 5h endlich im Ziel ankamen, waren wir überglücklich diesen Lauf gefinisht zu haben. Nicht zuletzt freut mich natürlich riesig das ich 12ter in der Gesamt-Wertung wurde!

Fazit es ist ein anstrengender dennoch sehr schöner liebevoll organisierter Lauf, absolut empfehlenswert!

Dirk

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