Was ist eigentlich ein SwimRun?

Als ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal davon hörte, fand ich einen Wettkampf bei dem geschwommen und gelaufen wird interessant, aber auch nicht wirklich spektakulär und aufregend. Irgendwie dachte ich gleich an Triathlon, nur ohne Fahrrad. Erst eine Strecke schwimmen, dann ab in die Wechselzone, Schuhe anziehen und anschließend ein paar Kilometer laufen.

Aber genau das ist SwimRun, was aus Schweden kommt, nicht. Es ist die Verschmelzung von Natur und Sportler beim Laufen und Schwimmen und könnte sich auch in unseren Breiten zum neuen Trendsport entwickeln. Teils führt die Laufstrecke auf Waldwegen entlang, teils über Stock und Stein. Geschwommen wird durch Seen mit und ohne Strömung und Wellengang. Und, es gibt keine Wechselzone.

Es wird abwechselnd gelaufen und mit den Laufschuhen geschwommen. Das ist gewöhnungsbedürftig, denn erstmal im Wasser hängen schnell die Beine mit den Laufschuhen nach unten durch. Um sich hier mehr Auftrieb an den Beinen zu verschaffen, kann ein Pull Buoy zwischen die selbigen geklemmt werden. Und um schneller voranzukommen tragen die Meisten Paddles, also kleine Plasteplatten, an den Händen. Eine Schwimmbrille und eine Badekappe komplettieren den SwimRunner. Diese Hilfsmittel sind kein muss, vereinfachen das Schwimmen aber ungemein. Wer sie benutzen möchte, muss Alles vom Start bis ins Ziel irgendwie mitnehmen. Darüber hinaus gibt es keine Einzelstarter, sondern nur Zweier-Teams, die beim Laufen und Schwimmen immer nah beieinander sein müssen. Manche Teams verwenden dafür eine flexible Leine, die beide Partner miteinander verbindet.

Wie ein SwimRun praktisch abläuft, zeigte uns Pavel vom SCC Berlin am vergangenen Samstag am Berliner Schlachtensee. Einige Willige, darunter Heidrun, Katrin und ich vom PLC, die in knapp zwei Wochen in Rheinsberg zum ersten Mal an einem SwimRun teilnehmen möchten, trafen sich zum Schnuppertraining an der Badestelle.

In den vergangenen Wochen hatten wir uns die notwendigen Utensilien besorgt und bereits erste Erfahrungen in der Schwimmhalle und im See gesammelt.

Schon am Treffpunkt konnte man uns „Anfänger“ von den „Profis“ deutlich unterscheiden. Während wir in Badesachen da standen und nicht wussten wohin mit Pull Buoy und Paddles, erschienen Andere im Neoprenanzug. Pavel gab uns einige wertvolle Tipps, z.B. wie man am Besten die Paddles und den Pull Buoy mit selbstgebauten Konstruktionen beim Laufen transportiert oder seine Brille bzw. Partner beim Schwimmen nicht verliert.

Das heiße Wetter bescherte uns ungewollt reichlich Badegäste, die unser Treiben aufmerksam, neugierig und teils skeptisch verfolgten.
Und dann gings auch schon los. Wir liefen ein paar hundert Meter bevor es hieß “Ab ins Wasser!“. Unter einem Baum hindurch stiegen wir über Wurzeln ins erfrischende Nass und schwammen zur anderen Seeseite. Das war cool und echt irre. Denn dort am Ausstieg gab es wieder verdutzte Gesichter, die uns Froschmänner wie Außerirdische bestaunten, die plötzlich aus dem Wasser auftauchen, sich gegenseitig bei Ausstieg halfen und dann weiterliefen. So ging das Ganze noch ein paar Mal hin und her über den länglichen See und wir testeten das Schwimmen mit und ohne Ausrüstung.

Alles in Allem war das ein gelungener Nachmittag der richtig Lust auf das bevorstehende Ereignis macht.

Weitere Information gibts unter http://www.swimrun-rheinsberg.de

Wir freuen uns schon jetzt riesig drauf.

Mario

Weiterführende Links:
Trainingsgruppen des PLCs

Nächster PLC Lauf
31.08. 15. BARMER GEK-CityNight / 5. Halbmarathon-Staffel
Online Anmeldung