Gemeinsam auf dem Donauradweg

Am 21.05.2016 begann mit meinem alten Schulfreund der gemeinsame Ausflug auf den Donauradweg. Startort war Straubing, Zielort sollte Wien sein. Am Morgen bei strahlenden Sonnenschein begann unsere Tour am Straubinger Bahnhof, nachdem wir von Nürnberg aus angereist waren.

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Die Freundin meines Freundes nahm Gott sei Dank das Gepäck an sich, so konnten wir mit leichter Tagesverpflegung radeln. Am ersten Tag unserer Tour wollten wir unsere erste Unterkunft in Passau erreichen. Ab KM 60 musste ich meinen Kumpel doch merklich unter die Arme greifen, das Ziel war nach knapp 94 km erreicht.

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Nach einem für mich eher entspannten Tag war mein Kumpel schon sehr fertig, die Sorge für den nächsten Tag war groß. Am zweiten Tag war die Sorge des Vortages unberechtigt, mein Freund blühte auf einmal auf und wir konnten mit einer durchschnittlichen Tempoerhöhung von ca. 10 % den Tag locker überstehen.

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Nach 101 km kamen wir an unserem zweiten Zwischenstopp in Linz an und kühlten uns danach noch im Plechinger See ab. Bevor die dritte Etappe begann, mussten wir eine Werkstatt aufsuchen, da bei einem unserer Räder die Spur verstellt war. Damit dies nicht wieder passierte nahm ich in der zweiten Hälfte des dritten Tages unser ganzes Tagesgepäck auf. Obwohl die Beine am dritten Tag deutlich angestrengt waren, wurden wir immer schneller.
Nach 75 km erreichten wir unsere dritte Unterkunft in der kleinen Stadt Persenbeug. Nachdem auf den ersten drei Etappen bei viel Sonnenschein gefahren wurde, erwischte uns ein kälterer und nieseliger vierter Tag. Auf dieser gefühlten Kurzetappe erreichten wir nach 57 km Krems. Diese kleine Stadt war im Gegensatz zu Persenbeug sehr attraktiv und besaß sogar einen Dom. Nach der vierten Etappe schnürte ich mir noch meine Laufschuhe und joggte noch eine Stunde gemütlich an der Krems. Am Tag darauf kam das Grande Finale mit dem Zieleinlauf in Wien. Nach der ersten Pause nach 35 km machten bei mir die Oberschenkelvorderseiten erstmal komplett dicht. Nach einigen KMs wurde es zwar wieder besser, aber die Oberschenkelmuskulatur war mehr als erschöpft. Nach 55 harten weiteren KMs erreichten wir schließlich nach 90 km und insgesamt ca. 420 km Wien. Dort besuchten wir die zwei darauffolgenden Tage u.a. den Wiener Prater und aßen das originale Wiener Schnitzel. Auch eine weitere regenerative Joggingeinheit stand auf dem Programm.

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Fazit: Der Donauradweg wird seinem Ruf als „Rollerstrecke“ mit ausgezeichnetem landschaftlichem Bild gerecht. Die Faszination erreicht sowohl Jung und Alt, die zunehmend auf Elektroantrieb setzen. Leider machten wir die Tour ohne klickpedale, die einseitige Belastung war spätestens ab dem dritten Tag deutlich spürbar.
Viele Grüße
Richard und Freunde