6. Mazda IGA-Lauf

Startfrei zur Generalprobe vorm wunderschönen Potsdamer Schlösserlauf am 5. Juni 2016. Heute wollte ich eigentlich schon mal antasten was so geht auf 10 KM in Richtung neue Bestzeit unter 40 min.

Mit den aktuellen Wetterkapriolen und man hörte ja so einiges…wurde der Wetterbericht von Fr-So täglich verfolgt. Man sprach von Unwetterwarnung, Sturm, Hagel, Gewitter und Kälteeinbruch. Ich malte mir schon das Schlimmste aus. Doch am Sonntagmorgen, was stand da im Wetterbericht von Berlin. Sonnenschein bei heißen 28 Grad…einerseits war ich froh, dass das Rennen nicht ins Wasser fällt. Doch das sollte sich später noch ändern.
Ich fuhr mit dem Auto, in Richtung Marzahn, zu den Gärten der Welt in Berlin. (Im Jahr 2017 wird dort die BUGA ausgetragen)
Auf dem Weg dahin, kam sie, die bekannte Aufregung vor dem Rennen. Hatte sie schon echt vermisst…
Heute hatte ich genug Zeit um mich zu erwärmen…obwohl dies bei der Temperatur schon fast gar nicht erforderlich war.

Um 12:50 Uhr lief ich ein paar lockere Runden, ging zum Lauf-ABC über und dann absolvierte ich noch 3 Steigerungen. Währenddessen versuchte ich mich schon immer im Schatten aufzuhalten. Ein, zwei Blicke zum Himmel und ich wusste, dass eine Bestzeit nicht drin ist.

13:15 Uhr fiel der Startschuss und 674 Starter setzten sich zum 10er in Bewegung. Und wieder ließ ich mich durch die Zuschauer am Rand mitziehen und mich zu Zeiten unter 4 min hinreißen. Doch schon in den ersten 3 KM zeigte die abwechslungsreiche Strecke ihr wahres Gesicht auf. War am Anfang noch ein Asphalt der Belag der zur Beschleunigung einlud…so ging es auf einen staubigen kleinen Anstieg. Der Staub wirbelte auf und man versuchte noch ein klares Lüftchen zu atmen. Nächster Abschnitt war eine Art Schneetreiben aus lauter Blütenpollen. Auch hier versuchte man nichts in die Augen oder in den Atemwegen zu bekommen. Der letzte Abschnitt auf den 3 KM war abschüssig und führte wieder an Start / Ziel vorbei. Die Strecke war noch mein Freund. Doch dann ging es auf ein Profil im Wechsel zwischen Feldweg und Asphalt. Kein Schatten weit und breit, alles was ich sah und merkte…war die Sonne…und sie zeigte sich in ihrer besten Form. So sehr wünschte ich mir ein kleines Tröpfchen…Immer wieder ging der Blick auf die Uhr…ich sah wie die Zeit pro KM Anstieg…und ich bin ganz ehrlich…ab KM 5 wollte ich eigentlich nur noch aufgeben. Tausend Dinge gingen mir durch den Kopf…man muss auf seinen Körper hören…das wird sowieso keine Bestzeit…die Hitzeschlacht ist nicht mein Ding…und dann schaute ich wieder um mich…ein Läufer holte mich von hinten ein. Dort packte mich der Eifer und ich versuchte dran zu bleiben. Hinter mir war keiner mehr zu sehen und ich wusste, dass ich trotz den Zeiten nicht ganz so schlecht aussah. Immerhin hatte ja jeder mit diesen Temperaturen zu kämpfen. Ich nahm mich zusammen und zog mit. Wir passierten KM 7 und es ging auf eine lange Metallbrücke…das war irgendwie der schönste Abschnitt…auf einmal ging das Tempo nochmal nach oben. Nach der Brücke ging es dann wieder bergauf…aber die Bäume schützen uns vor der Sonne. Dieses Stück zog sich dennoch ganz schön…
Dann kam schon KM 9 und der Wille, dass Rennen irgendwie zu beenden würde größer und größer. Meinen Vordermann vom Verein LV Einheit Pankow musste ich ziehen lassen. Doch trotzdem hab ich nochmal alles…die wenigen Körner die noch da waren und die taumelnden Zuschauer brachten mich ins Ziel.
Wenn man bedenkt welche Bedingungen heute vorlagen, so war meine Zielzeit von 00:42:24 h garnicht so schlecht. Immerhin unter den TOP 30.

Ein kurzes Feedback zur Organisation…die Verpflegungspunkte waren sehr dürftig. Der erste war so bei KM 3 und der zweite erst bei KM 9. da wollte man auch kein Wasser mehr…
Ansonsten war alles dabei. Jetzt werden erstmal die Beine hochgelegt.

Matthias Krause

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