Der PLC erfolgreich bei der Berlin-Brandenburgischen Meisterschaft der Langstaffeln

Am Sonntag fuhren Denny, Robert und Paul ins Berliner Sportforum Hohenschönhausen, um dort in der Altersklasse Männer eine 3×1.000 Meter-Staffel zu laufen. Nach der Ankunft auf dem Gelände des Sportforums mussten wir aber zunächst erst einmal schauen, wo wir uns denn später den Staffelstab übergeben dürfen. Wir entdeckten zunächst ein Stadion, in dem Sportlerinnen und Sportler zwar auch liefen, aber teilweise auch weit oder hoch sprangen, Hürden überquerten oder die Kugel stießen. Fragend schauten wir drei uns an, ob das das richtige Stadion ist. Als wir jedoch Staffelläufe entdeckten, wogen wir uns dann doch in Sicherheit und betraten das Stadion. Durch die Aushänge im Stadion fanden wir heraus, dass parallel zur Meisterschaft der Langstaffeln auch eine Mehrkampfmeisterschaft stattfand.
Als nächstes galt es für uns herauszufinden, wo sich denn das Wettkampfbüro befindet. Langsam drang dann die Zeit: Da unser Start für 13:30 Uhr angesetzt war, mussten wir die Startunterlagen bis 12:30 Uhr abholen. Die Damen und Herren im Wettkampfbüro warteten schon sehnsüchtig auf uns. Kurz nachdem wir unsere Startnummern aus unserem Vereinsumschlag nahmen, die Stellplatzkarte ausfüllten und diese abgeben wollten, warfen wir noch einen kurzen Blick auf die Uhr von Robert: Es war 12:29 Uhr oder mit anderen Worten fünf vor zwölf.
Im Anschluss daran entschieden wir uns dazu, eine große Runde um das Stadion einzulaufen. Dabei liefen wir mal eben vorbei an der Eishalle, wo einst die Eisbären Berlin ihre Heimspiele austrugen, an der Leichtathletikhalle, wo im Winter viele Wettkämpfe stattfinden und am Fußballstadion, wo der Berliner FC Dynamo früher seine Heimspiele austrug. Nach weiterem Aufwärmen fanden wir uns dann im Startbereich bei den Kampfrichtern ein. Beim gemeinsamen Blick auf die Starterliste
mussten wir dann leider feststellen, dass in der Altersklasse Männer zusammen mit uns plötzlich vier anstatt der gemeldeten drei Staffeln auf dem schlauen Zettel standen. Nachgemeldet waren dann auch noch keine geringeren als Läufer vom SCC Berlin. Trotz dieser Nachricht, die unsere Medaillenhoffnungen natürlich schwinden ließ, gingen wir unsere Aufgabe entschlossen an. Während Robert auf die andere Stadionseite eilte, versammelte sich Denny mit dem Staffelstab und den insgesamt acht weiteren Startläufern der Staffeln aus den Altersklassen U20, Männer, M40 und M50 an der Startlinie.
Während nach dem Startschuss vor allem die ersten drei Staffeln mit Siebenmeilenstiefeln davonzogen, galt es für Denny, an den beiden Seniorenstaffeln vom KSC Strausberg und der Staffelgemeinschaft aus Neukölln dranzubleiben. Mit einer Zeit von ungefähr 3:25 Minuten gelang ihm das auch gut und der geringe Abstand zu den Vorderstaffeln konnte damit gehalten werden. Erschöpft übergab er den Staffelstab an Robert.
Auf Robert kam dann im Prinzip das gleiche Schicksal zu, er hatte es aber sogar noch etwas schwieriger: Die zweiten Läufer waren erwartungsgemäß nochmal ein paar Schritte schneller und dann waren ja da auch noch ein paar flinke Berliner, die sich tatsächlich trauten, unsere Staffel mit dem tapferen Robert zu überrunden. Unbeeindruckt davon lief Robert den Kilometer mit einer sehr ähnlichen Zeit wie Denny ordentlich ab und übergab den Staffelstab an Paul.
Paul sah hinter Robert schon die heraneilenden Berliner Staffeln, die kurz vor ihren letzten 200 Metern standen. Er bemühte sich, den Staffelstab von Robert schnell und sicher entgegenzunehmen und sich auf den ersten Metern nicht von einem Endspurt überholen zu lassen, was ihm auch gelang.

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Nach etwa 250 gelaufenen Metern schnappte sich Paul dann einen Rudower und nach etwa 350 einen Strausberger, wodurch die beiden Seniorenstaffeln abgehängt werden konnten. Kurz vor dem Beginn seiner letzten Runde musste er sich noch von einem Mahlower Jugendstaffelläufer und seinem starken Endspurt überholen lassen. Die letzte Runde zog Paul dann aber selbst auch noch einmal an und so gehörte der darauffolgende Zieleinlauf dem Potsdamer Laufclub.
Im Anschluss ging es für uns zur Siegerehrung der Altersklasse Männer. Mit gemischten Gefühlen sahen wir unsere Konkurrenz auf dem Treppchen und uns daneben. Die anderen erhielten Urkunde und Medaille und wir nur eine Urkunde. Allerdings verriet uns die Urkunde unsere Zeit: 9:38,33 min. stand da drauf. Und unser Hauptziel lautete, unter zehn Minuten zu bleiben. Das haben wir deutlich geschafft!

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Letztlich wurden wir ja auch nur wegen einer Nachmeldung um eine Medaille gebracht. Wir wurden Vierter und hatten mit der Staffelgemeinschaft Sympathie-Sprinter-Berlin und dem SCC Berlin gleich zwei Staffeln vor uns, die deutlich schneller waren als es die Norm für die Deutsche Meisterschaft vorgibt (7:40,20 min.), die können Ende Juli in Mönchengladbach an den Start gehen.
Am vergangenen Sonntag waren wir letztlich nur Sieger der Herzen, doch wenn wir uns unsere Urkunden vornehmen und die Überschrift „Berlin-Brandenburgische Meisterschaften“ lesen und dieses komische erste Wort davon wegdenken, dann waren wir die Sieger. In diesem Sinne fuhren wir dann gut gelaunt als Brandenburgischer Langstaffelmeister aus dem Großstadttrubel zurück in die Provinz.

Denny, Robert und Paul

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