Highlight im Mai BIG 25 Berlin

Der wetterwankelmütige Pfingstsonntag startete im Zeichen des diesjährigen Laufevents BIG 25. Ein ganz besonderer Lauf, der auf allen Distanzen (10 KM / HM / 25 KM) auf der blauen Tartanbahn im Olympiastadion endet. Das Ziel allein lässt schon alle Läuferherzen höher schlagen…
Jeder Athlet hat so sein ganz spezielles Ritual vorm Lauf. Ich für meinen Teil, versuche 3-4 h vorher aufzustehen um ein leckeres Frühstück zu zelebrieren. Schnelle Kohlenhydrate stehen da in erster Linie auf dem Plan. Ein weiches Ei, frische Weißbrötchen mit Marmelade und Honig. Eine Tasse Kakao und Dinkelflocken mit Milch.
Bei Robert startete der Tag mit Nudeln und bei Basti ist es der Cappuccino der ihn glücklich macht.
Nachdem Frühstück versuche ich immer soviel wie möglich Flüssigkeit in ein paar Anständen zu mir zu nehmen. So langsam kam die Aufregung ins Spiel und der Tag bzw. was auf einen zukommt, wird einem mehr und mehr bewusster.
Um 8 Uhr wurde ich von meinem Laufpartner Robert abgeholt und wir starteten mit dem PLC Mobil in Richtung Olympiastadion.
Das Wetter ging uns dabei nicht aus dem Kopf. Es war schon sehr kalt und so richtig wollten wir es noch nicht wahr haben, in kurz zu starten.
Vor dem Stadion warteten wir auf die anderen PLC-Mitglieder, die mit der S-Bahn anreisten. Geli, Gordon, Mario, Fritzi, Björn und Sebastian waren alle am Start.
Die Zeit verflog wie im Fluge und wir wollten vor dem Rennen noch so einiges machen. Startnummern anpinnen, nen schönes Teamfoto machen, die anderen kleinen Geschäfte erledigen und was das wichtigste war…Lauf-ABC und ein paar Steigerungen.
Wir zogen unsere warmen Sachen aus, gaben unsere Beutel ab und schon war es 10 vor 10 Uhr.
Nichts wie hin zum Start, jeder versuchte sich in dieser Zeit mit kleinen Übungen und Wärmedecken so einigermaßen auf Betriebstemperatur zu bringen. Zum regulären Aufwärmprogramm hat es leider nicht mehr gereicht.
3…2…1…der Startschuss fiel und die Massen von über 14.000 Startern setzten sich in Bewegung.
Björn schoss voraus und Robert und ich könnten ein gemeinsames Tempo finden. Es lag sicherlich an unseren Trainer Christian Glück, der mit seinem Montagsprogramm über 10 KM nicht nur unsere Begeisterung weckte. (Das Modell ist ein Wechselspiel aus einer schnellen und langsamen Einheit pro KM.)
Wir fühlten uns wie im Training und mussten schmunzeln, als wir bei Kilometer 10 auf die Uhr schauten und die 40 min sahen. In Time dachten wir uns.
Für uns hätte es anfänglich nicht besser laufen können, wir schlossen auf eine schnelle Gruppe von SCC Läufern auf und gingen das Tempo bis Kilometer 13 mit. In dieser Gruppe war auch Susanne vom SCC vertreten, die schnellste Frau bei den MBS Cup Läufen.
Ab Kilometer 13 stand der Wind so richtig auf der Strecke, auch ging es auf einen leichten Anstieg. Der Großteil der SCC Gruppe zog das Tempo an und wir ließen uns nicht beirren um unser Tempo weiterhin konstant zu halten.
Zwar versuchten wir noch einen Anlauf um wieder ranzukommen, aber da noch ein Stück vor uns lag, wollten wir die Körner noch schonen.
Ab Kilometer 14 trennten sich unsere Wege, Robert blieb bei Susanne und ich setze mich ein wenig ab. Doch bei Kilometer 16 spürte ich ein stechen in der Brust. Seitenstiche konnte ich jetzt bei dieser Form garnicht gebrauchen. Doch nun waren sie da…ich überlegte zwischen Tempo komplett raus und ein paar Meter gehen oder Tempo runterfahren und weiterlaufen. Ich entschied mich für letzteres und ließ mich auf Tempo 4:30 min/km zurückfallen. Bei Kilometer 18 schloss Robert zu mir auf und brüllte schon von der Ferne, komm Matze ich zieh uns jetzt bis Kilometer 21. Genau zu dieser Zeit ging es wieder mit den Seitenstichen und Robert konnte mich auf’s Tempo zurückführen. Bei HM Distanz angekommen, war Robert voller Freude. Sein Ziel 2016 die 01:30:00 h zu knacken ist ihm geglückt. 01:28:34 h stand auf der Uhr.
Nun waren es nur noch knapp 4 KM bis zum Ziel. Ab hier trennten sich wieder unsere Wege. Ich nahm noch einen kleinen Schluck von meinem Energiegel und es ging weiter. Mittlerweile setzte auch ein leichter Regen ein. Wie erfrischend der sich anfühlte, traumhaft.
Bei Kilometer 23 angekommen, könnte man das Osttor des Olympiastadions ins Auge fassen. Eine herrliche Kulisse, doch nun fragte ich mich: Wie man jetzt noch auf 2 KM kommen möchte…Doch der Weg fühlte links am Stadion entlang und dann rein in die Katakomben.
Was für ein Gefühl den 25 km in wenigen Augenblicken im Olympiastadion absolvieren zu dürfen. Im Tunnel gab es durch die Trommler und Lichteffekte nochmal einen letzten Schub.
Die blaue Tartanbahn war schon zu sehen…Wahnsinn…voller Euphorie ging es mit einem Schlussspurt ins Ziel.
Nach 01:44:53 h war ein geiles Rennen geglückt. Kurz darauf mit 01:45:41 h traf Robert mit einem Grinsen im Gesicht und Ziel. Im Gepäck Susanne vom SCC, sie bedankte sich bei ihrem PLC Tempomacher.

Auch die anderen PLC-Athleten waren begeistert. Ein Lauf nach unserem Geschmack!!!

Matthias und Robert

P.S. Ein herzliches Dankeschön an Nancy, die mich auf diesen Lauf top vorbereitet hat.

Weiterführende Links:
Ergebnisse
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Nächster PLC Lauf
24.06. Int. Sparkassenlauf 24. „Preußische Meile“
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