„Drecksau“ mit Freud und Leid

Nach dem SM am Rennsteig gern wieder ein Lauf ohne eigenes Zeitlimit, nur ankommen. Ein Arbeitskollege überredete mich einen echten Crosslauf zu testen und somit war die Pink Lane (10 km) der Cross Challenge am 25.10.2015 in der Döberitzer Heide schnell gebucht. Zum Glück wusste ich nicht wirklich, was das Motto der diesjährigen Cross Days „Ich Drecksau – Du auch“ bedeutet.

Das vor dem Rennen lautstark angesagte Versprechen der Veranstalter: „Wir machen Euch fertig“, sollte sich jedoch erfüllen! Nach dem Start aus dem 2. Block musste ich das Feld von hinten aufrollen und es ging zunächst über einfache Wege durch den Wald bis die ersten Hindernisse, wie unter Seilen durch krabbeln, Strohballen mittels „Räuberleiter“ überwinden, kamen.

Der erste ernsthafte Test folgte im Dünenmeer, im Sand laufen ohne Ende, hoch und runter. Beim nächsten robben unter einem Hindernis war die Startnummer abgerissen und dann kam auch schon der erste Wasserkontakt. Bei kuschligen 8°C ging es durch zwei bis Bauchhöhe gefüllte Wasssercontainer. Das anschließend völlig durchnässte Laufen war eine besonders fluffige Erfahrung und die letzten 4 km konnte man es nur noch bedingt „Laufen“ nennen. Es folgte ein ständiges sehr steiles Berg hoch und runter laufen, unterbrochen von Klettereinlagen, durch Schlamm robben, Sandsack tragen, mittels Wasserrutsche ins Wasser-Schlamm-Bad schießen und der Höhepunkt war wohl das Tauchen durch das s.g. „Erdinger Schlammloch“.

Kurz vor dem Ziel kam dann sicherlich der schwindenden Kraft geschuldet noch das „Leid“ hinzu, am vorletzten Hindernis die s.g. „Verhängnisvolle Affäre“ rutschte ich ca. in der Mitte ab, schwebend über einem wartenden Wasser-Schlammbad, tauchte unter und verlor leider meine teure Sportbrille. Trotz suchen und nochmaligem tauchen war sie nicht zu finden. Somit ging es dann zum letzten Hindernis und ins Ziel quasi im „Blindflug“ ohne Brille. Am Ende war es der 9. Platz in einer Stunde und so richtig konnte ich mich durch den Verlust nicht freuen. Dennoch kann ich den Lauf sehr empfehlen, um für uns Hobbysportler mal seine eigenen ganzheitlichen Grenzen zu testen!
P.S.: Da „wir“ Drecksäue sicherlich eh nur verkappte Warmduscher sind – das Wasser in den Hindernisse schien bei der kalten Jahreszeit vorgewärmt!
Bis denne und sportliche Grüße
Uwe

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