Die Letzten werden die Ersten sein oder was Trainer unter einem lockeren Staffellauf verstehen!

Am 11. Juli trafen sich bei schönem Sommerwetter 3 PLC-Staffeln zu je 5 Teilnehmern und deren Unterstützer am Cottbuser Rathaus zum 100 km Staffellauf nach Zielona Góra.
Die Erwärmung fand beim Bäcker gegenüber mit Schweineohren, Bockwurst und Kaffee statt, denn schließlich sollte es laut Trainerstab ein lockeres gemeinsames Spaßläufchen bis zum letzten Wechsel bei Kilometer 95,7 sein. Erst dann sollten alle Bremsen gelöst werden und der Wettkampfmodus beginnen!!!
Die Starter der PLC-Staffeln folgten den Worten ihrer Trainer und übergaben beim ersten Wechsel nach Kilometer 14 ihre Staffelscherpen in altersgerechter Reihenfolge, als die Letzten und Vorletzten des Staffelfeldes, jedoch dies mit Freude und Lächeln. Trainer Olaf sorgte dann für eine lockere Temposteigerung und wir gaben die rote Laterne ab. Als jedoch bei Kilometer 20 Motivationstrainer Detlef der „Staffelstab“ übergeben wurde, schoss er los und blies zur Attacke. Vergessen waren die Worte, dass erst bei Kilometer 95,7 der Wettkampfmodus beginnen sollte.

Auch der Oldiestaffel, die mit 245 Jahren die Altershitliste des Läuferfeldes anführte, wurde der Fehdehandschuh hingeworfen. Nun ging es so locker weiter, wie die Trainer es wohl gemeint hatten! Das Feld wurde von hinten aufgeräufelt. Auch der interne PLC-Wettkampf zwischen den drei Staffeln kam nun ins Rollen. Die „Alten“ waren nun nicht mehr bereit, sich im internen Duell mit dem Zweiten Platz zufrieden zu geben, die Jungen kämpften verbissen und die Trainerstaffel sammelte ebenfalls Überholungen anderer Staffeln. Rechnet man alle Überholungen zusammen, die die drei PLC Staffeln ab Kilometer 20 dann absolvierten, so wurde die Gesamtteilnehmerzahl aller gestarteten Staffeln deutlich überschritten – natürlich alles ganz locker in der Trainersprache.
Ganz so schlecht muss das PLC-Ergebnis wohl nicht gewesen sein, denn am Abend stand der Trainerstab locker am Grill und schien zufrieden. Das Lagerfeuer zwischen Oder und Warte vertrieb auch locker die Mücke und Wölfe und es war ein schöner Abschluss eines lockeren Staffelläufchens.
An dieser Stelle möchte ich auch ein Dankeschön an die Helfer und Fahrer loswerden. Ich fand es sehr schön, nach meinen Laufabschnitten nicht fahren zu müssen. Danke auch an Alex fürs Quartier. Wenn die Trainer demnächst aber wieder von einem bevorstehenden lockeren Läufchen erzählen, dann muss ich mich wohl „warm anziehen“, denn locker ist nicht immer locker!
Micha

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