Hallo Lauffreunde, Hallo Freunde des Laufens,

Wolfgang will dass alle wissen dass ich “verrückt” bin!!! So soll es sein! Daher auch zur Warnung für all die Anderen nachfolgender Bericht.
6. Senftenberger Hallenmarathon Samstag 21.01.2012 18Uhr
Ach wie viele haben mich gewarnt – doch manch eine Erfahrung muss man selbst machen.
Nach einer recht kurzen, durchzechten Nacht (Hauseinweihungsparty bei Kanu-Freunden) fuhr ich etwas müde im strömenden Regen nach Senftenberg.
Welch ein Glück, der Lauf ist in der Halle – im Trocknen!!! Aber das war es schon mit dem Angenehmen. Ich rein in die Halle und Schock !!!! – 250m-Bahn mit engen, richtig bösen überhöhten Kurve. Unsere Bahn am Luftschiffhafen ist dagegen ein Kindergeburtstag.
In der Halle ist gerade 10000m Paarlauf und hurra!!! – volle pulle Musik und ein aufgeregter Moderator der seine eigene Musik zu übertrumpfen versucht. Kommunikation fast unmöglich. Nach mehreren Verständigungsversuchen mit “wie bitte” und “häää?”kam ich zu meinen Startunterlagen.
Die Laufhalle und auch Tribüne ist im Dunkeln – nur am Start und in den Kurven ist etwas Licht. So taste ich mich durch meine Turnbeutel um in meinem PLC – Wettkampfzwirn zu klettern. Wenn es so schön dunkel in der Halle ist und so dufte Mucke aus den Lautsprechern dröhnt dann macht es schon was her wenn man die Lichtorgel und die Discokugel anreizt.
Also eine absolute Disco – Stimmung für die 75 Starter und die ca.20 Zuschauer.
Punkt 18Uhr der Startschuss zu diesem Hamsterrennen. 169 Runden mit 338 überhöhten Kurven wollen herunter gespult werden. Mein Versuch in der 3.Kurve in der Überhöhung zu überholen wurde gleich mit einer Zerrung in der bergseitigen Wade bestraft. Ich hatte die Warnung verstanden und wurde ruhiger. Der Moderator leider nicht.
So zog man seine Runden. Man überholte und wurde überholt. Langsam lernte man seine Mitläufer kennen. Man sah sich ja öfters. Schnell hatte ich begriffen- Gang raus – außer „Zipperleins“ kann man hier nichts gewinnen und orientierte mich auf eine Ziel zeit von knapp unter 4h.
Die Masseure hatten mit meinen Mitverwirrten alle Hände voll zu tun. Die Disko- Mukke, die Lichtspiele und der Moderator beweisen Kondition.
Die Zeitnahme war sehr gut organisiert. Ein Transponder am Fuß ließ jede Runde mit ihrer Zeit mit zählen. Auf einem Monitor konnte man nach jeder Runde sehen wie viele Runden man weg hatte und wie viele auf einen noch warten. Das ist sehr motivierend. Und so freut man sich wenn man unter 100 Runden kommt, wenn man die Hälfte weg hat, wenn es nur noch 50 sind … 😉
In 3:55h etwas beschämt wegen der Zeit kam ich dann als 15. ins und als 2. in meiner Altersklasse ins Ziel.
Trotz allem ein Lob an den Veranstalter- toll organisiert mit nur etwas zu viel Liebe zum Detail.
Fazit:
Ein Erlebnis – aber es gibt Dinge in einem Läuferleben die müssen nicht sein und ich glaube ein Hallen -Marathon mit extrem überhöhten Kurven gehört dazu.
-Laufen aus Freude-
Euer Detlef

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