4. Hannover „Pech und Pannen ohne Pleiten“ (04.09.2011)

und doch endlich – Deutscher Mannschaftsmeister.
Nach drei Jahren mit Platz 2 ist es in diesem Jahr geglückt den Titel zu holen.
Jetzt aber erst mal zum Rennen in Hannover :-).
Man kann den Abschlusswettkampf der Bundesliga unter den Titel stellen “Pech und Pannen ohne Pleiten”. Schon bei der Hotelankunft am Samstag in Hannover gab es die erste Hiobsbotschaft: Lea Duchampt, unsere Verstärkung aus Frankreich, war zwar gut in Hannover angekommen. Aber das Wettkampfrad, war in Paris beim Anschlussflug nicht mit verladen worden. So mussten wir ein neues Fahrrad in Erlangen organisieren. Gleichzeitig mit dem Rad aus Erlangen kam dann doch noch das Rad aus Paris im Hotel an, so dass es rechtzeitig zum Check In zur Verfügung stand. Zu allem Unglück platzte auf dem Weg zum Einchecken noch Leas Hinterreifen.
Nun musste aber alles klappen, denn Platz 4 mit dem Team war Voraussetzung für den Titelgewinn. Dabei war jeder einzelne Platzpunkt wichtig.

Am Tag des letzten Triathlons für diese Saison war ich doch wieder einmal richtig nervös, da es heute für mich um einiges ging. Der Mannschaftstitel war in greifbarer Nähe und ein Sieg im Deutschlandcup war nicht aussichtslos.
So brachten wir gegen 11 Uhr unsere Räder in den Wechselgarten. Schnell alles platzieren und zur Teampräsentation.
Danach hieß es ab zum Aufwärmen. Kurz vor dem Start schlüpfte ich noch in den Neo um gegen die 19,5 Grad Wassertemperatur geschützt zu sein. Nach dem ich mich nach dem Einschwimmen an der Startlinie einfand, ging schon wieder das Gerangel um den besten Platz los.
Als 12:40 Uhr das Startsignal ertönt war, ging es mit vollem Elan auf die 750 m lange Schwimmstrecke. Im Gegensatz zu Grimma verlief das Schwimmen dieses Mal deutlich ruhiger und ich schaffte es mit nur 37 Sekunden Rückstand als 12. aus dem Wasser zu steigen. Mit einem nicht ganz so geglücktem Wechsel versuchte ich, gleich volle Fahrt auf zu nehmen und das Loch zur Spitze zu schließen. Das gelang mir dann auch recht schnell.
Auf den 21 km passierte außer einigen Attacken in der Spitzengruppe nicht viel. Somit konnte noch eine weitere Gruppe von hinten auffahren, sodass wir 18 Frauen waren.
Aber die Ereignisse weiter hinten beunruhigten die Betreuer. Kristin Möller und Johanna Schicker machten sich nach dem Schwimmen auf die Aufholjagd. Hier schlug aber erneut das Pech zu, denn das Hinterrad von Kristine verlor Luft, so dass sie 10km im Windschatten von Johanna mit einem platten Reifen das Radrennen zu Ende fahren musste. Es bestand die Gefahr, dass es den Reifen von der Felge ziehen könnte und sie dann den Wettkampf vorzeitig beenden müsste, was gleichzeitig das Aus für den Titelkampf bedeutet hätte.

Mit einem schnellen Wechsel gelang es mir dann an der Spitze die Gruppe aus der Wechselzone zu führen. Auf der Laufstrecke konnten mich noch Christiane Pilz (Witten – Platz 1) und Olesya Prystayko (Riederau – Platz 2) einholen und abschütteln und ich lief überglücklich auf den 3. Rang ein. Endlich war es mir gelungen, in einem Ligarennen aufs Podest zu kommen.
Jetzt konnte ich mich noch nicht so recht über meine Leistung freuen, da noch nicht alle meine Teamkameradinnen im Ziel waren. Denn es wurde noch mal richtig spannend um den Mannschaftstitel.

Nachdem der Reifen bei Kristin glücklicherweise auf der Felge geblieben ist, kam sie schließlich als 23. in die Wechselzone zum Laufen und machte mit der drittbesten Laufzeit auf Platz 19 noch vier wichtige Platzziffern auf das Triathlonteam Riederau gut. Nach kurzer Zeit sah ich auch Lea auf Platz 21 ins Ziel kommen und kurz darauf (Platz 23) Johanna. Der tolle kämpferische Einsatz der Drei und die Teamarbeit auf dem Rad von Kristin und Johanna hatten sich gelohnt.
Denn nach einiger Zeit des Wartens bedeutete das:
Die vorbereiteten T-Shirts mit dem Aufdruck
Deutscher Mannschaftsmeister 2011 konnten bei der Siegerehrung rausgeholt werden und
Ich bin Deutschlandcupgewinner!!
Endlich konnte ich mich über den gelungen Wettkampf und den daraus resultierenden Ergebnissen freuen. Natürlich war auch die Freude bei unserem Teamchef Heinz Rüger und dem Betreuerteam riesengroß.
Am Ende meiner bisher erfolgreichsten Saison standen in der Liga folgende Ergebnisse:
Platz 6. in Paderborn (Team Platz 1),
Platz 5. Am Schliersee (Team Platz 3),
Platz 5. Grimma (Team Platz 1) und
Platz 3. Hannover (Team Platz 4),
Das habe ich auch meinem Trainer zu verdanken, der die ganze Zeit über an mich und meine Leistungen vor allem im Schwimmen geglaubt hat. Herzlichen Dank Steffen.

Am Erfolg des Teams waren Anne Haug, Rebecca Robisch, Irina Kirchler, Kristin Möller, Johanna Schicker, Lea Duchampt und Astrid Karnikowski beteiligt.

Jule

Weiterführende Links:

Juliane Straub

Ergebnisse / Videos

Ergebnisse Deutschland Cup

Fotos (kommen noch)

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