Challenge Roth die 10. und der PLC ist dabei!

Der PLC sind in diesem Fall Burkhard, Thorsten und Johannes als Wettkämpfer und Daniela, Heiko und ich als Begleiter. Endlich sollte sich die monatelange zeit- und kraftraubende Vorbereitung auf ein Event, welches in dieser Länge noch keiner der drei vor sich hatte, auszahlen. Die drei Wettkämpfer hatten sich ja schon vor einigen Wochen mit der 90 km Radrunde, der Schwimmstrecke und einem Teil der Laufstrecke vertraut gemacht. Freitag schon anzureisen war sinnvoll, um alles in Ruhe vorzubreiten: Startunterlagen abholen, Messebummel für die letzten Utensilien, Unterkunft beziehen, einen Tag vorher die Wassertemperatur zur Startzeit checken, mit ein paar km den letzten Radcheck, Tüten (blau, rot, …) sorgfältig sortieren und zur Abgabe bereit machen, Radabgabe einen Tag vorher, Briefing mit den neuesten Infos, Pastaessen vorbereiten und zeitig ins Bett. Heiko und ich konnten den Tag nutzen, um mit größeren Pausen von allem einmal die Hälfte (45 min Schwimmen, 100km Rad und 18km Laufen) zu absolvieren. Der Wettkampftag begann dann um 3.50 Uhr. Wir fuhren dann etwas später zum Schwimmstart und kamen gerade an, als die Tops in der ersten Welle loskraulten. Die Inszenierung des ersten Starts war schon sehr emotional, vor allem im Bewusstsein, was jetzt auf jeden zukommt. Heiko und ich konnten sogar alle drei im Wasser ausmachen. An ihren Schwimmstilen waren sie, zum Teil schon lange bevor sie uns passierten, zu erkennen. Johannes riskierte sogar einen kurzen Wink zu uns rüber. Wir kletterten schnell hoch auf die Brücke, um alle auf ihren ersten Radmetern anzufeuern. Dann nutzten auch wir unsere Räder, um zu den unterschiedlichsten Stimmungsnestern zu kommen.
Der Berg in Solar ist für Zuschauer wie auch Wettkämpfer (haben uns die drei bestätigt) sehr beeindruckend. Die drei Jungs freuten sich immer, wenn sie uns an der Strecke sahen und wir waren auch froh, wenn wir sie im langen Anstarren der Vorbeirasenden zeitig genug ausmachen konnten. Auf der Marathonstrecke gab es einen
Punkt, an dem die Läufer dreimal vorbei kamen. Der war mit Moderation und Musik am besten betreut. Das bedeutete für Heiko und mich mehrere Stunden in der Mittagssonne an einer Stelle auf unsere Jungs zu warten. Nur Eingeweihte (wer also schon mal bei 43°C einen Wettkampf bestritten hat) konnte erahnen, was da die Läufer ertragen mussten. Es waren aber genügend Verpflegungsstellen eingerichtet, an denen bei diesen Bedingungen die Schwämme sehr gefragt waren. Manche Läufer stopften sich gleich mehrere Schwämme unter Hemdträger, Mützen oder andere Stellen, wo wenigstens für ein paar Minuten für Kühlung gesorgt war. Bis vier km nach dem Laufstart waren alle drei noch sehr gut im Plan. Dann mussten wir etwas länger warten, bis Johannes beim Halbmarathon vorbei kam.

Aus Potsdam kam gleich eine SMS mit der Frage “Was ist mit Johannes, 7 min pro km?”. Ich merkte das Mitfiebern der Daheimgebliebenen (Jürgen, Hagen, Daniel, Smutje, …) an ständigen Anrufen und SMS aus Potsdam und Umgebung. Auch Thomas Thewalt schickte Grüße und wollte informiert sein. Wer Internet zur Verfügung hatte, war über unsere Jungs sogar besser informiert, als wir. Die Splitzeiten wurden natürlich nur von den Tops moderiert. Wir waren alle dabei, als in Roth beide Weltrekorde verbessert wurden. Dann ging es zum Ziel und das war der Höhepunkt an Emotionalität. Als wir dort eine Stelle zum Winken und Fotografieren gefunden hatten, kamen alle ins Ziel die 10 Stunden Höchstleistung hinter sich hatten. Wir mussten also nicht lange auf Burkhard warten, der das erklärte Ziel der drei, “Einmal Finisher in Roth”, weit verfehlt hatte. Er zeigte mit 10:32:07 Stunden wirklich eine Topleistung. Thorsten (11:21:29) kam wie immer mit einem Lächeln und winkend ins Ziel. Und auch Johannes (11:44:26) kam, nach über 20km Laufen/Gehen mit Krämpfen, glücklich ins Ziel. Die Siegerparty fiel in den stundenlangen Regenguss mit Unwetterwarnung des DWD. Keiner der Beteiligten wird dieses Wochenende je vergessen. Ernsthaft wurde aber die Frage der Wiederholung nicht gestellt.

Olaf

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