23. Volkstriathlon Berlin – mein Erster!

Rrrrring, der Wecker. Oh man 5:50 Uhr und es ist Sonntag. ​Aber ich hatte mich eh nur noch hin und her gewälzt und blödes Zeug geträumt. Von kaltem Wasser, platten Reifen und überhaupt…
Ein schnelles Brötchen, einen Kaffee, Rucksack gepackt und ab aufs ​Rad zum Warmfahren zur “Krummen Lanke” in Berlin.
​Ist man eigentlich verrückt oder hat einen an der Klatsche wenn man ​um diese Zeit und an diesem Tag bei 15 Grad triathlonen will? ​Ich war um 7 Uhr da und es war schon ne Menge los. Am ​Eingang zur ​Wechselzone gab es einen Fahrradcheck. Jetzt suchte ich mir einen guten Platz und begann meine Sachen auszubreiten. Ich habe sie aber dann noch einige male umgeräumt. Schuhe hier, Handtuch dort, Socken da – ach nee, doch noch mal anders. Als ich zufrieden war und noch zig mal Dixi und Busch beglückt hatte ging es ab zum Schwimmstart. ​Immer am See entlang bis zu einem kleinen Strand. Die Strecke kam mir heute so lang vor. Und wie war das Wasser so kurz vor 8 Uhr? Als ich die ganzen Neoprenprofis sah schwante mir nix gutes. Aber hier und da waren auch Badehosen und Bikinis zu sehen. Noch fünf Minuten bis zum ​Start, es half nichts ich mußte rein. Uhii der Erstkontakt war fröstelnd, aber das Adrenalin in mir kappte scheinbar die Nervenenden. Hey es ging, so langsam.
​Als alle im Wasser waren fiel auch bald der Startschuss. Gut 10m kraulen und dann per Bruststil weiter. Es lief gut und ich überholte sogar einige Krauler. Nach gut 16 Minuten (Platz 98)und drei tiefen Schlucken aus dem See erreichte ich den Ausstieg. Die Beine waren ok und der Anstieg zur Wechselzone war erträglich. Jetzt wird jeder Profi lachen, aber ich zog die nasse Hose aus und ein ​trockenes Shirt plus Tight über. Jetzt weiß ich auch weshalb so viele Zuschauer bei der Wechselzone stehen. da waren einige blanke Hintern zu sehen. Aber mehr nicht, war ​ja noch relativ kalt 😉
​Socken und Radschuhe an, Sonnenbrille und Helm auf und ab gings. Es klappte
​alles prima. Auf der Radstrecke mit ​meinem Flitzer ging die Post ab. Gleich zwei Mann überholt und es ging weiter gut voran. Ich hängte mich später in eine Vierergruppe und schonte etwas ​meine Kräfte. Windschattenfahren war zwar verboten aber was die können das kann ich auch. Beim Anstieg zum Grunewaldturm wurde es mir zu langsam und ich fuhr bestimmt an 8 Radlern vorbei. Oben Wende und runterwärts erholen. Auf dem letzten Stück merkte ich meine Oberschenkel. Die mußten ja gleich noch laufen. Den letzten km also etwas Speed raus und vor der Wechselzone runter vom Rad. Der Schuhwechsel ging schnell und schon war ich auf der Laufstrecke. Nach Schwimmen und Rad verbessrte ich mich auf Platz 80.Jeder hat es prophezeit und es ist auch so, der erste Lauf-km fühlt sich an als hätte man Gummibeine. Ekelig. Hey ich bin Läufer und stakse hier rum als würde ich auf Schaumgummi laufen. Hoffentlich sieht das keiner waren meine ​Gedanken. So langsam kommt man dann in Tritt. Ich konnte noch mal gut überholen, aber auf den letzten 1,5 km bekam ich die Beine nicht mehr so recht hoch. Mit der 33-schnellsten Laufzeit konnte ich am Ende auf Platz 51 einlaufen. Für den ersten Triathlon bei ca. 400 Startern bin ich echt zufrieden. Wenn ich jetzt noch die Wechsel übe und mir das Kraulen aneigne ist da noch ​Luft nach oben.
Die Organisation der “Weltraumjogger” ist Klasse, das sind Profis. Die Stimmung war auch gut​. Es hat rundherum Spaß gemacht. Kuchen, Obst, Getränke, Bier… ​alles da. Und es gibt viel interessantes zu sehen. Scharfe Triathlonbikes, Menschen in hautengen Neo’s, die verzweifelt versuchen aus dem Ding raus zu kommen, schöne ​und nicht ganz so schöne Körper und es wird natürlich gefachsimpelt.
​Ich kann wirklich jedem empfehlen das “Abenteuer” Triathlon mal in Angriff zu nehmen. ​700m schwimmen, 18 km radeln und 5 km laufen – das kann doch jeder PLC’er! ​Zur gleichen Zeit wurde Andre in Bestensee gesamt Dritter.
​Na also – Familienläuferehre gerettet!

Andreas

Weiterführende Links:

Lauftreff 2000

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