So ein Tag, so wunderschön wie heute

Man fragt sich doch immer wieder, warum man Sonntagmorgen aufsteht, um zu einem Wettkampf zu fahren. Auch heute war wieder so ein Tag. Ich wollte mich auf den Weg nach Magdeburg machen. Den Wettervorhersagen glaubend, sollte es ein nicht so schöner Tag werden. Dieser Eindruck sollte sich auf der Hinfahrt bestätigen. Es fing an zu regnen. Doch mein Gesicht sollte sich noch während der Fahrt aufhellen. Umso näher man dem Startort kam, umso besser wurde das Wetter. Nur der Wind wollte nicht aufhören, zu blasen und das auch noch recht stark.

In Magdeburg angekommen, hieß es Startunterlagen abholen und natürlich nicht zu vergessen, die obligatorischen Gänge zur Toilette. Danach hieß es Warmmachen und sich auf den Lauf einstimmen. Das Erwärmungsprogramm erfolgte natürlich in strikter Erinnerung an das Erlernte von den Trainern. Alsbald hieß es, sich Richtung Start zu begeben, um eine günstige Startposition zu ergattern, was mir letztendlich auch gelang. Nach dem Startschuss hieß es erstmal die Geduld zu bewahren, was mir natürlich nicht so leicht viel. Aber meine Geduld sollte sich auszahlen. Nachdem ich mich freigelaufen hatte, kam ich so richtig ins Rollen und die Motoren liefen begannen auf Hochtouren zu laufen. Mit 4:30min über den Kilometer wollte ich anlaufen, was mir auch gelang. Ich lag sogar noch einige Sekunden unter meiner eigenen Vorgabe. So verlief Kilometer um Kilometer recht zügig. Besonders die ersten Kilometer durch die Innenstadt verliefen wie Im Fluge. So durch lief ich die 10km in 44:35min und die 15km in 1:06:46min. Diese Zwischenzeiten ließen mich erahnen, das das heute eine neune Bestzeit geben würde. Was ich nicht wusste, die letzten 4km sollten es noch einmal in sich haben. Der Wind kam nun mit voller Breitseite von vorne. Was das heißt, wissen viele Läufer. Diese letzten Kilometer waren noch einmal sehr kräftezehrend. Ich sagte leise zu mir, lauf weiter, halte durch, bloß jetzt nicht schlapp machen. So rückte das Ziel immer näher und näher. Schließlich konnte ich im Ziel jubeln und die Arme hochreißen. Ich hatte eine neue Bestzeit aufgestellt. Ich traue mich gar nicht, euch meine Zeit zu verraten. Aber ich tue es trotzdem. Gelaufen bin ich über die 21,1km: 1h35min:10sec!!!. Nach dem Lauf hieß es Duschen und das übliche Bier trinken. Nur eins habe ich bei der ganzen Freude vergessen: das Auslaufen. Liebe Trainer: Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen. Meine gelaufene Zeit soll Entschädigung genug sein.

Vergessen möchte ich nicht, Rudi meinen Taxifahrer zu nennen. Rudi kam knapp 1Minute vor mir ins Ziel. Und das 2 Wochen nachdem Lauf im Harz. Da kann man nur Klasse Rudi sagen. Ein Dank auch an Rudi seine Frau, die uns die ganze Zeit umsorgte.

So, das soll reichen. Ich hoffe wir sehen uns bald beim Training wieder. Glückwünsche nehme ich gerne auch vorher schon entgegen.

Sport frei
Carsten

Weiterführende Links:

Lauftreff 2000

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