Mannschaft motiviert

Seit Monaten laboriere ich mit einigen Wehwehchen herum und komme läuferisch einfach nicht in Schwung. Und nun sitze ich mit einem ordentlichen Muskelkater am PC und wundere mich selbst, wie gut es mir dennoch nach einem Wettkampf über 12,3 Km geht. Wie es zu diesem Einsatz kam. obwohl das Training seit Monaten fehlt? Ganz einfach: die Mannschaft rief!

Aber der Reihe nach: Sonnabend stand der “Lauf im Grünen” an. Ein Lauf der Brandenburg Cupserie. Neuseddin liegt quasi vor der Haustür und damit eine gute Gelegenheit das Punktekonto des PLC in der Vereinswertung aufzubessern. Aber Dank des besonderen Wertungssystems geht das nicht so einfach. Bei allen Läufen geht es nach dem Altersklassensystem. Beim BB-Cup wird es etwas komplizierter. Das werden Altersklassen zu Wertungsklassen zusammengefasst. Da heißt es nicht nur gute Läuferinnen und Läufer am Start zu haben, sondern auch möglichst alle Klassen zu besetzen. Die sportliche Leistung rückt da manchmal ein wenig in den Hintergrund. Und genau da begann mein Problem. Unsere Konkurrenz war zahlenmäßig gut vertreten und bei uns fehlte ein “Oldie”. Sprich ein Läufer M55 oder älter. Sven, der eigentlich bei Cupläufen immer dabei ist, war nicht zu sehen. Das würde uns entscheidende 25 Punkte kosten. Da kam dann die Idee einzusteigen. Selbst bei einem letzten Platz in der Altersklasse könnten noch 19-20 Punkte herausspringen, nur durchhalten war das Problem. Daniel bot sich an, mit mir zu laufen und so fiel die Entscheidung: Anmelden!

Laufsachen hat man ja auch als Zuschauer immer dabei und wenig später begann ich mit dem Einlaufen. Und dann die Überraschung: Ulli erscheint auf dem Sportplatz. AK M55; damit ist unser Problem gelöst. Und nun? Wieder umziehen? Wäre verlockend aber zu einfach. Entscheidung: Erst mal los. Nach der ersten Runde kann man dann immer noch aussteigen.

Der Starschuss fällt. Daniel und ich starten im hinteren Feld und lassen es ruhig angehen. Aber es läuft besser als erwartet und der Ausstieg nach der ersten Runde entfällt. Das Gelände ist ganz schön wellig und die zweite Runde zieht sich. Aber vor uns haben sich einige übernommen und die Überholungen motivieren wieder. Auch wenn die letzten Kilometer dann doch recht schwer fallen erreichen wir gemeinsam das Ziel. Über die Zeit müssen wir nicht reden, die ist verbesserungswürdig. Ich glaube, ich steig wieder ins Training ein.

Ach so; fast hätte ich es vergessen: Meine Punkte wurden nicht gebraucht, Ulli war besser platziert.

P.S. Wenn ich das Ergebnisprotokoll richtig ausgewertet habe, liegen wir nun 2 Punkte vor Stahl Henningsdorf. Also hat sich der Einsatz des Teams doch gelohnt.

Noch ein PC: Treppensteigen fällt schwer

Achim

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